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Literatur : Niall Ferguson über den «Niedergang des Westens»

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Ein überaus düsteres Szenario entwirft Niall Ferguson in seinem neuen Buch «Der Niedergang des Westens». Der britische Historiker, der für seine umstrittenen Thesen bekannt ist, reflektiert sein Thema auf politischer, administrativer und wirtschaftlicher Ebene.

shz.de von
erstellt am 30.Jul.2013 | 14:31 Uhr

Die Krise des Westens zeigt sich seiner Ansicht nach in der ausufernden Schuldenpolitik vieler Länder. Doch Fergusons Antwort auf die Finanzkrise ist keinesfalls eine stärkere Regulierung, sondern eine konsequente Anwendung bestehender Gesetze.

Überregulierung und eine zu starke Präsenz des Staates sind ihm überhaupt ein Dorn im Auge. So plädiert er zum Beispiel dafür, dass sich der Staat aus dem Unterrichtswesen zugunsten freier Träger zurückziehen solle. Abgesehen davon, dass einige Thesen einfach so in den Raum gestellt werden («Grüne Energie ist unbezahlbar»), krankt das Buch auch daran, dass der Westen bei Ferguson vor allem aus Großbritannien und den USA zu bestehen scheint. Auf deutsche Verhältnisse ist vieles so nicht übertragbar.

- Niall Ferguson: Der Niedergang des Westens. Wie Institutionen verfallen und Ökonomien sterben. Propyläen Verlag, Berlin, 208 Seiten, 18 Euro, ISBN 978-3-549-07442-8

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