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Literatur : Mit Ernst Jünger auf Brasilien-Fahrt

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Gott ist Brasilianer, sagt man im größten Land Südamerikas. Und Rio de Janeiro ist «eine Residenz des Weltgeistes», hat der Schriftsteller Ernst Jünger (1895-1998) festgestellt.

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erstellt am 20.Sep.2013 | 16:23 Uhr

Gegen Ende des Jahres 1936 unternahm der Autor der «Stahlgewitter» auf dem Hamburger Dampfer «Monte Rosa» eine knapp zweimonatige Kreuzfahrt, die ihn in mehrere brasilianische Hafenstädte führte. Von Brasilien und vor allem von seiner damaligen Hauptstadt Rio war Jünger beeindruckt.

Sein zuerst 1947 unter dem Titel «Atlantische Fahrt» erschienenes Reisetagebuch ist jetzt pünktlich zur Frankfurter Buchmesse (9. bis 13.10.) mit dem Gastland Brasilien neu herausgekommen. Jünger beschreibt darin Menschen, Städte, Landschaften, Tier- und Pflanzenwelt, wie sie ihm auf seiner Fahrt begegnen. Ein «Bewusstsein der Verzauberung» befällt Jünger - so wie auch viele Brasilien-Reisende nach ihm. Die Neuausgabe enthält neben dem Tagebuch bisher unveröffentlichte Reisebriefe Jüngers an seinen Bruder Friedrich Georg sowie Briefe und Fotos von Mitreisenden.

- Ernst Jünger, Atlantische Fahrt - «Rio - Residenz des Weltgeistes», Herausgegeben und mit einem Nachwort von Detlev Schöttker, Klett-Cotta, Stuttgart, 207 S., 19,95 Euro, ISBN 978-3-608-93952-1

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