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Literatur : Marlantes macht sich Gedanken über den Krieg

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Der Vietnamkrieg lässt Karl Marlantes nicht los. In seinem Roman «Matterhorn» verarbeitete der Veteran seine traumatischen Erfahrungen. Das Buch wurde ein sensationeller Erfolg und fand auch bei uns viele Leser.

shz.de von
erstellt am 30.Jul.2013 | 14:31 Uhr

Auf die aus den eigenen Erfahrungen gespeiste Fiktion lässt Marlantes nun ein Sachbuch folgen: «Was es heißt in den Krieg zu ziehen». Er richtet sich damit an zukünftige Soldaten, aber durchaus auch an Zivilisten, die den Krieg höchstens aus dem Fernsehen kennen. In elf Kapiteln, die sich etwa mit Themen wie «Heldentum», «Schuld» und «Gefühllosigkeit und Gewalt» befassen, legt der Autor auf packende und anrührende Weise dar, in welchem emotionalen Ausnahmezustand ein junger Soldat sich im Krieg befindet: «Die Gewalt des Krieges ist ein Angriff auf die Psyche, bringt Ethik und Moral durcheinander und stellt die Seele auf die Probe.»

Das Buch ist nicht zuletzt auch ein leidenschaftlicher Appell an das Verantwortungsbewusstsein von Politikern, die über Kriegseinsätze zu entscheiden haben.

- Karl Marlantes: Was es heißt, in den Krieg zu ziehen. Arche Verlag, Hamburg, 320 Seiten, 276 Seiten, 22,95 Euro, ISBN 978-3-7160-2698-4

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