Literatur : Literaturpreis geht an Mia Couto aus Mosambik

Der begehrte Neustadt-Literaturpreis, auch als «Nobelpreis der USA» für Schriftsteller und Dichter bekannt, geht in diesem Jahr nach Mosambik.

shz.de von
02. November 2013, 16:57 Uhr

Der 58-jährige Mia Couto wurde von einer internationalen Autoren-Jury für den mit 50 000 Dollar (37 000 Euro) dotierten Preis bestimmt, wie das Literaturmagazin «World Literatur Today» mitteilte.

In deutscher Sprache ist bisher erst sein Roman «Unter dem Frangipanibaum» erschienen. Außer mehreren Romanen hat Couto den Kurzgeschichtenband «Voices Made Night» und Lyrik herausgegeben. Er ist der erste Vertreter seines afrikanischen Heimatlandes, der die hohe Auszeichnung gewinnt.

Vor ihm waren unter anderen die späteren Nobelpreisgewinner Gabriel Garcia Marquez, Czeslaw Milosz, Octavio Paz und Tomas Transtromer mit dem Internationalen Neustadt Literaturpreis geehrt worden. Er wird seit 1969 alle zwei Jahre von der Zeitschrift und der Universität von Oklahoma in Norman verliehen.

Außer dem Mosambikaner Couto waren in diesem Jahr unter anderen Cesar Aira aus Argentinien, die vietnamesische Bestsellerautorin Duong Thu Huong, der aus der Ukraine in die USA eingewanderte Dichter Ilya Kaminsky und der in Mauritius geborene Franzose Edouard Maunick nominiert worden. Edward Jones, der für sein Buch «The Known World» über Sklavenhandel den Pulitzerpreis gewonnen hatte, trat als erster Afroamerikaner in der Geschichte des Neustadt-Preises an.

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