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Literatur : «Letzte Einkehr»: Tagebuch eines Nobelpreisträgers

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Als «ein radikal persönliches Buch, bis nichts mehr übrig bleibt» bezeichnet Nobelpreisträger Imre Kertész sein Werk «Letzte Einkehr».

Die Tagebücher des 83-jährigen Ungarn und langjährigen Wahl-Berliners umfassen die Jahre 2001 bis 2009 - und damit auch die «Glückskatastrophe» des Literaturnobelpreises 2002. «Irgendwie stehe ich dem Ganzen fern und weit außerhalb, ein echtes "Ich - ein anderer"-Erlebnis. Große Müdigkeit», notierte Kertész damals. Er gehört zu ihm, diese Schwermut, selbst im Moment des größten Triumphes.

Die Aufzeichnungen offenbaren Sorgen und Ängste des Ausnahme-Schriftstellers. Leitmotiv ist neben der eigenen Reflexion über das Schreiben ebenso das Altern. Auch deswegen ist «Letzte Einkehr» für Kertész ein «Exit-Tagebuch».

(Imre Kertész: Letzte Einkehr, Rowohlt Verlag, Hamburg, 464 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 978-3-498-03562-4)

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erstellt am 15.Okt.2013 | 16:47 Uhr

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