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Literatur : Joachim Unseld: Zustand von Suhrkamp «Katastrophe»

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Joachim Unseld, Verleger und verstoßener Sohn des Suhrkamp-Patriarchen Siegfried Unseld, sieht den Zustand des Verlags als «Katastrophe».

Verantwortlich dafür sei seine Stiefmutter, die heutige Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz. «In dem Moment, in dem Ulla Berkéwicz im Dunstkreis des Suhrkamp Verlags aufgetaucht ist, hat sich in der Kultur des Verlages etwas verändert», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Andersdenkende seien mit Klageschriften überzogen worden.

Im erbitterten Machtkampf zwischen Unseld-Berkéwicz und Minderheitsgesellschafter Hans Barlach greift er die Verlagschefin scharf an: Den Verlag «im Zuge eines von der Geschäftslage nicht angezeigten Insolvenzverfahrens nun taschenspielermäßig in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln», sei «grob treuewidrig.» Jetzt könne nur noch ein Dritter von außen den Verlag retten.

Unseld, Chef der Frankfurter Verlagsanstalt, wird am 20. September 60 Jahre alt. Er galt als Kronprinz bei Suhrkamp, war aber in den 1990er Jahren von seinem Vater entmachtet worden. Nach dem Tod von Siegfried Unseld im Jahr 2002 übernahm dessen Frau die Verantwortung bei Suhrkamp. Joachim Unseld verkaufte 2009, als der traditionsreiche Verlag von Frankfurt nach Berlin zog, seinen 20-Prozent-Anteil.

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erstellt am 13.Sep.2013 | 12:43 Uhr

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