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Literatur : Iranischer Übersetzer hofft auf «frischen Wind»

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Trotz widriger Arbeitsbedingungen will der iranische Übersetzer S. Mahmoud Hosseini Zad das Land nicht verlassen.

«Ich denke, man muss in seiner Heimat arbeiten, auch wenn es schwierig ist», sagt er den «Stuttgarter Nachrichten». «Mit dem neuen Präsidenten Hassan Rohani haben wir Hoffnungen in Sachen Kultur. Wir hoffen auf frischen Wind.»

Hosseini Zad, der seit dem Jahr 2000 vor allem deutsche Gegenwartsliteratur ins Persische übersetzt, schilderte in dem Interview die Schwierigkeiten seiner Arbeit: «Verboten sind natürlich politische Worte, mehr aber noch sind es sexuelle Worte. Bestimmte Körperteile dürfen nicht erwähnt werden. Ebenso ist die Nennung von Alkoholika wie Whisky oder Wein verboten. Wörter wie küssen oder Beischlaf kommen nicht vor.»

Der Übersetzer und Autor wird am 28. August in Weimar mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Zu den diesjährigen Preisträgern zählen zudem der indische Verleger Naveen Kishore und der griechische Autor Petros Markaris. Der offizielle Orden der Bundesrepublik Deutschland wird seit 1955 jährlich verliehen.

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erstellt am 27.Aug.2013 | 09:23 Uhr

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