Literatur : «Hörig» - Petra Hammesfahr über seelische Abhängigkeit

Petra Hammesfahr (2004).
Petra Hammesfahr (2004).

Sieben Jahre war er im Knast. Sieben Jahre hat Patrizia ihm nachgetrauert, mit sich gekämpft und ihn schließlich aus ihren Gedanken verdrängt - da steht er plötzlich vor ihrer Tür. Und Patrizia kann nicht anders, als mit ihm zu gehen.

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05. November 2013, 14:53 Uhr

In dem Thriller «Hörig» entwirft die Erfolgsautorin Petra Hammesfahr ein kompliziertes Geflecht psychologischer Abhängigkeiten. Nach und nach bekommt der Leser Einblick in Patrizias Seelenleben, in ihre Gefühle zu Heiko und ihrem Ehemann und Psychologen Ed, der ihr geholfen hat. In gewohnter Manier baut Hammesfahr zwar den Spannungsbogen auf - doch zwischendurch ist die Story langatmig. Patrizias Denkweise ist simpel und schwer nachvollziehbar, so dass der Leser sich nicht mit der Hauptfigur identifizieren kann, sondern zunehmend auf Abstand geht. Am Ende bleibt er ratlos zurück.

«Hörig» ist eine Neufassung von Hammesfahrs schon früher erschienenem Thriller «Die Augen Rasputins».

- Petra Hammesfahr: Hörig. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 318 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-499-26683-6

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