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Literatur : «Freiwillig nach Auschwitz»

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Er war der bislang einzig bekannte Mensch, der sich freiwillig in das KZ Auschwitz einliefern ließ: Witold Pilecki, Kavallerieoffizier und einer der Gründer der polnischen Widerstandsbewegung, ließ sich 1940 bei einer Razzia absichtlich von den Deutschen festnehmen.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 11:43 Uhr

Als Häftling in Auschwitz hoffte er, aus erster Hand wichtige Informationen nach außen schmuggeln zu können. Drei Jahre, bis zu seiner Flucht, blieb Pilecki in Auschwitz, wo er eine «Brutalität ohne jegliche moralische Grenzen» erfuhr. Anschließend schrieb er in drei Berichten seine beklemmenden Erlebnisse nieder. Diese wurden erst 2012 in den USA veröffentlicht. Die deutschsprachige Version ist jetzt im Schweizer Verlag Orell Füssli unter dem Titel «Freiwillig nach Auschwitz» erschienen.

Nicht sprachliche Brillanz zeichnet dieses Buch aus, sondern die Wucht und Unmittelbarkeit des hier Geschilderten. Pileckis Einsatz blieb tragischerweise vergeblich. Die Alliierten handelten nicht, seine Aufzeichnungen wurden lange Zeit unterdrückt.

- Witold Pilecki: Freiwillig nach Auschwitz. Die geheimen Aufzeichnungen des Häftlings Witold Pilecki. Orell Füssli Verlag, Zürich, 256 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-280-05511-3

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