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Literatur : Ein Trauerspiel: Die Deutschen und der Humor

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«Ein deutscher Witz ist nichts zum Lachen», schrieb schon Mark Twain. Woran liegt es bloß, dass Deutsche angeblich ein Problem mit dem Humor haben?

«Deutsche und Humor. Geschichte einer Feindschaft» haben Jakob Hein und Jürgen Witte ihr Buch sogar genannt. Es ist eigentlich gar nicht witzig, was sie da zutage fördern.

Die humorfreie Zone zieht sich ihrer Ansicht nach durch die gesamte Kulturlandschaft. So könne man sicher sein, dass die deutsche Kulturkritik kaum jemals ein humorvolles Werk für lobenswert oder preiswürdig befindet: «Ausschließlich ernste, sehr ernste und bitterernste Werke finden Eintritt in die Ruhmeshallen.» Doch warum ist das so?

Ein Grund liegt vielleicht in der deutschen Geschichte. Autoritäre Regime sind selten ein guter Nährboden für Humor, der ja immer auch ein subversives und anarchisches Element enthält. Auf der Suche nach dem deutschen Humor durchstreifen die Autoren neben der Literatur auch Kino und Fernsehen sowie Kabaretts. Für den Leser ist das jedenfalls eine sehr vergnügliche Reise.

- Jakob Hein und Jürgen Witte: Deutsche und Humor. Geschichte einer Feindschaft, Galiani Verlag, Berlin, 160 S., 16,99 Euro, ISBN 978-3-86971-076-1

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erstellt am 20.Sep.2013 | 16:23 Uhr

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