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Literatur : Die Medici: Als Bankiers noch Stadtstaaten regierten

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Der Wissenschaftsjournalist Uwe Oster zeichnet die Geschichte der «Banco Medici» nach, im 15. Jahrhundert das größte Kreditinstitut des damaligen Europas - mit Niederlassungen in Florenz, Rom, Mailand, Venedig, Avignon, Brügge und London.

Schon damals hingen Staaten am Tropf der Banken - Päpste, Könige, Herzöge führten mit deren Geld Krieg - und gewannen oder verloren Geld und Krieg. Die Macht der Bank schien - wie heute - unbegrenzt. Einen Unterschied zur heutigen gesellschaftlichen Stellung des Bankers gab es allerdings. Im 15. Jahrhundert konnten sich diese mit ihrem Geld auch unmittelbaren politischen Einfluss verschaffen.

Die Medici waren vorübergehend die dominierende Familie in Florenz und betrieben nicht nur Geldgeschäfte mit anderen Staaten, sondern auch «politischen Handel».

Oster zeichnet in seinem bilderreichen Buch Aufstieg und Fall der Medici und ihrer Bank nach. Interessant ist dabei auch zu sehen, wie sehr das Wohl eines solchen Unternehmens am Können und Vermögen einzelner hängt.

(Uwe A. Oster: Die Medici. Bankiers im Namen Gottes. Primus Verlag, Darmstadt, 96 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-86312-047-4)

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erstellt am 15.Okt.2013 | 09:31 Uhr

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