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Literatur : Deutsches Trauma: «Inflation» von Frederick Taylor

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Inflation ist ein deutsches Trauma, das bis heute die Geldpolitik des Landes mitbestimmt. Zurückgeht das auf die Hyperinflation der Jahre 1922/23, als der Untergang des Geldes Millionen von Menschen verarmen ließ.

Der Brite Frederick Taylor geht in seinem Buch «Inflation» der Geburt dieses deutschen Traumas nach. Die Geldentwertung, so der Deutschlandspezialist, begann bereits 1914, als die verbindliche Golddeckung der Mark aufgehoben und hohe Kriegskredite aufgenommen wurde. Acht Jahre später war aus der schleichenden Geldentwertung eine galoppierende Inflation geworden: Im August 1923 musste man für einen Dollar über drei Millionen Mark hinblättern!

Taylor erklärt nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge, er beschreibt ebenso anschaulich, welche katastrophalen und teilweise auch absurden Folgen die Inflation auf das Alltagsleben der Menschen hatte. Dafür zitiert er aus Tagebüchern und Aufzeichnungen etwa von George Grosz, Sebastian Haffner, Harry Graf Kessler und anderen mehr.

- Frederick Taylor: Inflation. Der Untergang des Geldes in der Weimarer Republik und die Geburt eines deutschen Traumas, Siedler Verlag, München, 400 Seiten, 24,99 Euro, ISBN 978-3-8275-0011-3

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erstellt am 17.Okt.2013 | 11:07 Uhr

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