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Literatur : Charles C. Mann: «Kolumbus' Erbe»

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Als Kolumbus Anfang 1494 in der heutigen Dominikanischen Republik die erste spanische Kolonie «La Isabela» gründete, konnte er nicht ahnen, dass er damit eine neue Welt schuf.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2013 | 09:37 Uhr

Genauer gesagt brachte er zwei bis dahin völlig voneinander getrennte Welten zusammen. Es kam zu einem überaus fruchtbaren ökologischen und ökonomischen Austausch.

An einer Vielzahl konkreter Beispiele zeigt der amerikanische Wissenschaftsjournalist Charles M. Mann in «Kolumbusʼ Erbe» dieses faszinierende Wechselspiel auf. So wurde der aus dem Amazonasgebiet stammende Tabak zum ersten globalen Konsum-Hype. Seide und Porzellan, in Europa und Asien schon lange begehrt, avancierten auch in Amerika zum Verkaufsschlager. Süßkartoffeln und Mais eroberten von Amerika aus Europa und China, wo sie eine wichtige Rolle beim Aufstieg und Fall der letzten Kaiser-Dynastie spielten.

Eher unerwünschte Importe aus Europa waren dagegen Malaria, Gelbfieber und andere Seuchen. Ein sehr anschaulich geschriebenes Buch über die Ursprünge der Globalisierung.

(Charles C. Mann: Kolumbus' Erbe. Wie Menschen, Tiere, Pflanzen die Ozeane überquerten und die Welt von heute schufen, Rowohlt Verlag, Reinbek, 816 Seiten, 34,95 Euro, ISBN 978-3-498-04524-1)

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