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Literatur : 7100 Aussteller zur Frankfurter Buchmesse erwartet

vom

Rund 7100 Aussteller aus 100 Ländern werden zur Frankfurter Buchmesse erwartet, die in vier Wochen beginnt. «Die Messe wird internationaler», kündigte Buchmessen-Direktor Juergen Boos am Dienstag an.

Nur noch gut ein Drittel der Aussteller komme aus deutschsprachigen Ländern, dafür gebe es Wachstum vor allem im asiatischen Raum. Im vergangenen Jahr waren 7300 Aussteller zur weltgrößten Bücherschau gekommen.

Ehrengast ist in diesem Jahr Brasilien, das mit 90 Autoren in Frankfurt vertreten sein wird. 260 Neuerscheinungen aus und über Brasilien werden auf der Messe präsentiert, davon 117 belletristische Titel, teils mit Hilfe eines Übersetzungsförderprogramms ins Deutsche übertragen. 500 Veranstaltungen beschäftigen sich mit dem Gastland.

Als Schwerpunkt-Themen nannte Boos die Bereiche Self-Publishing und Start-ups in der Buchbranche. Es herrsche «eine neue Gründerzeit», sagte Boos. Die Liste der neu gegründeten Unternehmen, die sich erstmals in Frankfurt präsentieren, ist 20 Seiten lang. Sie entwickeln zum Beispiel Apps, die Lese-Communitys vernetzen, oder gestalten Vertriebsplattformen für Autoren ohne Verlag.

Die 65. Frankfurter Buchmesse wird am Abend des 8. Oktober eröffnet. Boos rechnet an den fünf Messe-Tagen mit 250 000 bis 300 000 Besuchern. Das Agentenzentrum für den Rechtehandel sei so groß wie nie, sagte Messesprecherin Katja Böhne. Als großen Trend machten die Rechtehändler eine Art Buch aus, das sie «new adult» nennen: Jugendromane mit Sex im Stil von «50 Shades of Grey».

Neu auf der Messe ist ein «interaktives Konferenzformat» namens Contec. Der Schwerpunkt Kinder- und Jugendbuch wurde weiter ausgebaut - erstmals gibt es auch einen eigenen Veranstaltungsraum. Mehr Gewicht lege die Messe auf «das wertvolle Buch», sagte Böhne, das mit künstlerischer Gestaltung und hochwertigen Materialien ein Gegengewicht zur Digitalisierung von Inhalten bilde.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 14:13 Uhr

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