Bespitzelung : Lidl entschuldigt sich per Zeitungsanzeige

Will Image wieder aufbessern: In großformatigen Zeitungsanzeigen entschuldigt sich der Discounter Lidl bei seinen Mitarbeiter für Bespitzelungen. Foto: ddp
Will Image wieder aufbessern: In großformatigen Zeitungsanzeigen entschuldigt sich der Discounter Lidl bei seinen Mitarbeiter für Bespitzelungen. Foto: ddp

Entschuldigung bei den Mitarbeitern: In bundesweiten Zeitungsanzeigen beteuert der Lebensmittelkonzern Lidl, seine Angestellten nicht bespitzelt haben zu wollen. Vielmehr hätten manche Detektive eigenmächtig Daten gesammelt.

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31. März 2008, 08:35 Uhr

Der Vorwurf, durch Detekteien Mitarbeiter überwacht zu haben, "hat uns sehr betroffen gemacht", schreibt die Geschäftsführung in der heute in Tageszeitungen abgedruckten Anzeige. Der Eindruck, Lidl hätte Mitarbeiter systematisch bespitzelt, entspreche "in keinem Fall dem gelebten fairen Umgang des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern". Wenn sich Mitarbeiter "in Misskredit gebracht und persönlich verletzt fühlen, so bedauern wir dies außerordentlich und entschuldigen uns ausdrücklich dafür".
Lidl begründet den Einsatz von Detekteien mit rund 80 Millionen Euro Schaden, der jährlich durch Diebstahl entstehe. Aufgabe der Detekteien sei es gewesen, Informationen zur Aufklärung von Diebstählen zu gewinnen. "In Einzelfällen wurden durch die Detekteien zusätzliche und teilweise auch persönliche Informationen über Mitarbeiter protokolliert - das war von uns so nicht gewollt", heißt es in der Anzeige weiter. "Aus den Vorfällen haben wir gelernt und werden zukünftig mit unseren Mitarbeitern gemeinsam die Firma vor Verlusten durch Diebstahl schützen."

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