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Zwei Szenarien für das Landestheater der Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sieben Szenarien, wie das Landestheater in Zukunft aussehen könnte, hat die Münchner Unternehmensberatung Actori der vorbereitenden Lenkungsgruppe vorgestellt, die gestern in Rendsburg fünf Stunden lang tagte. „Von den sieben haben wir uns auf zwei Varianten verständigt“, sagt Pierre Gilgenast. Der Rendsburger Bürgermeister und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Landestheater-GmbH bittet um Verständnis, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht auf alle Details eingehen kann.

In einer „sehr konstruktiven Arbeitsatmosphäre“, lobt Gilgenast, haben die auf Kulturbetriebe spezialisierten Berater aus Bayern auf Basis „sehr guter Recherchen und Berechnungen“ sowohl strukturelle, finanzielle als auch inhaltliche Analysen vorgelegt. So habe man zu hören bekommen, welche Standorte durch Zusammenlegung Einsparungen brächten und wo ein solcher Effekt nicht eintreten würde. Es gehe etwa um Standortfragen von Schauspielproduktion und Verwaltung.

Ebenso seien unter dem Stichwort Optimierung das Marketing und eine weitere Stärkung des Kinder- und Jugendtheaters aufgegriffen worden. „Diesen Weg haben wir bereits eingeschlagen“, zitiert Gilgenast den Landestheater-Intendanten Peter Grisebach und kann das aus seiner Rendsburger Sicht nur bestätigen. Gleichwohl erkennt er große Offenheit auf Seiten der Intendanz, dies fortzuentwickeln.

Zum Standort Schleswig erinnert Gilgenast an das jährliche Defizit von 200  000 Euro, das wegen des Ausfalls der Spielstätte anfalle und nach und nach die Rücklagen aufzehre. Dennoch: „Das Landestheater muss ein Interesse haben, Schleswig zu behalten“ – als Standort und als Gesellschafter, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende und bemerkt, dass die beiden in Rede stehenden Szenarien für Schleswig mehrere Optionen vorsehen. „Es kommt jetzt darauf an, wie sich die Theaterlandschaft in Schleswig weiter entwickelt.“

Bis Mai werden die Unternehmensberater für die zwei Szenarien weitere Detailberechnungen vorlegen. „Es geht um nichts weniger als um den Konkurs abzuwenden“, unterstreicht Pierre Gilgenast den Ernst der Lage.

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erstellt am 06.Feb.2015 | 12:12 Uhr

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