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USA-Pop : Zum Wohlfühlen: Gitarrenpop von Beach Fossils

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Sanfte Gitarrenpop-Brisen, ein freundlicher Sänger, hübsche Harmonien - und noch ein bisschen mehr: Es fällt nicht schwer, das dritte Album der Beach Fossils zu mögen.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2017 | 06:00 Uhr

Als «Wohlfühlgruppen» bezeichnet der geschätzte Kollege vom «Musikexpress» (etwas despektierlich?) junge US-Gitarrenpop-Bands wie Real Estate oder Beach Fossils. Kommt hin - man fühlt sich sehr wohl mit diesem harmonieseligen Sound.

Real Estate aus New Jersey hatten ihren letzten großen Auftritt erst vor einigen Wochen mit dem sehr schönen vierten Studioalbum «In Mind», nun ziehen die Beach Fossils aus Brooklyn mit ähnlich verträumten Frühlings- und Sommer-Liedern nach. «Somersault» (Bayonet/Cargo) bietet die erwartbaren Jangle-Gitarren, aber auch einige Überraschungen auf.

Beispielsweise Shoegaze-Pop-Legende Rachel Goswell (Slowdive, Mojave 3) im Song «Tangerine» oder den Rapper Cities Aviv in «Rise». Neben vielen luftigen Gitarren und Klavier kommen auch Flöte, Saxofon, ein Cembalo in «Closer Everywhere» und die Pedal-Steel-Gitarre im passend betitelten Closer «That's All For Now» zum Einsatz.

In «Saint Ivy» bauen die Beach Fossils gar ein raffiniertes Beatles-Arrangement nach. In der zweiten Albumhälfte lässt die Geniestreich-Dichte dann zwar ein wenig nach, hübsch und angenehm fürs Ohr bleiben die Lieder aber allemal.

Sänger/Frontmann Dustin Payseur, der kürzlich in der US-Fernsehserie «Vinyl» mitspielte, hat das dritte Album seiner Band mit Bassist Jack Doyle Smith und Gitarrist Tommy Davidson in New York City, im Norden des Staates New York und in Los Angeles aufgenommen. Sehr gelungen, das Ganze. Und ja: Beach Fossils sind eine «Wohlfühlgruppe» - ganz ohne negativen Beigeschmack.

Konzerte (teilweise bei Festivals): 20.8. Hamburg, 22.8. München, 24.8. Zürich, 5.9. Köln, 6.9. Berlin

Website Beach Fossils

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