Performancekünstlerin : Zu wenig Geld: Haus der Kunst sagt Joan Jonas-Ausstellung ab

Das Kunststück «Mirror Piece II» von Joan Jonas im Tate Modern. /London News Pictures via ZUMA
Das Kunststück «Mirror Piece II» von Joan Jonas im Tate Modern. /London News Pictures via ZUMA

Die Arbeiten der Video- und Performancekünstlerin Joan Jonas werden nun doch nicht in München ausgestellt. Grund: Geldmangel.

shz.de von
02. August 2018, 11:00 Uhr

Das Haus der Kunst in München hat eine für den Herbst geplante Ausstellung der Video- und Performancekünstlerin Joan Jonas wegen Geldmangels abgesagt.

Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation, die aus Managementfehlern der Vergangenheit resultiere, sehe man sich zu diesem Schritt gezwungen, teilte das Haus am Mittwoch in München mit. Alle Bemühungen, die Finanzierung in letzter Minute sicherzustellen, hätten nicht zum erwünschten Erfolg geführt.

Die Schau «Joan Jonas - A Pioneer of Video and Performance» ist noch bis zum 5. August in der Tate Modern in London zu sehen. Vom 9. November bis zum 3. März 2019 sollte sie dann Station in München machen. Das Werk der 1936 geborenen US-Amerikanerin umfasst Videos, Zeichnungen, Projektionen oder Masken.

Das Haus der Kunst unter dem neuen kaufmännischen Geschäftsführer Bernhard Spies fährt momentan einen strikten Sparkurs, um sich finanziell wieder zu sanieren. Grund für die Schieflage waren unter anderem eine lückenhafte Dokumentation wichtiger Vorgänge sowie Fehlentscheidungen.

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