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Kulturgeschichte : Ziemlich beste Freundinnen

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Ein wertvolles Gut: Eine Hommage an die Frauenfreundschaft verfassen die Autorinnen Marilyn Yaloms und Theresa Donovan Browns in ihrem neuen Buch «Freundinnen».

shz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 16:13 Uhr

Freundschaften unter Frauen hat es natürlich schon immer gegeben. Allerdings wurden sie über die Jahrtausende gern mit Schweigen übergangen, während Männerfreundschaften groß herausgestellt wurden.

Der Schwerpunkt von Marilyn Yaloms und Theresa Donovan Browns Kulturgeschichte der Frauenfreundschaft, «Freundinnen», liegt entsprechend auf der Neuzeit. Denn erst hier gibt es gutes Quellenmaterial - schwärmerische Tagebuchnotizen, Poesiealbumschwüre und die flüchtigen Spuren der Zuneigung in den sozialen Medien.

Auch Frauenfreundschaften unterliegen der Mode. Die überdrehte Schwärmerei aus der Romantik, als sich erwachsene Frauen mit «Liebling» und «Schatz» ansprachen, ist heute nur noch schwer vorstellbar.

Dafür haben sich die Möglichkeiten der Freundschaft mit dem größeren Wirkungsfeld der Frauen enorm erweitert. Freundinnen findet man heute eben nicht mehr nur in Familie und Nachbarschaft, sondern auch an der Uni und im Büro. Fazit der Autorinnen: In Zeiten brüchiger Ehen und Familien sind Frauenfreundschaften heute wertvoller denn je.

- Marilyn Yalom und Theresa Donovan Brown: Freundinnen. Eine Kulturgeschichte, btb Verlag, München, 416 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-442-75685-8.

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