Skulpturen im Neonlicht : Zentrum für Lichtkunst Unna zeigt Bernardí Roig

Der Künstler Bernardí Roig in seiner Ausstellung in Unna.
Der Künstler Bernardí Roig in seiner Ausstellung in Unna.

Der spanische Multimedia-Künstler ist bekannt für seine lebensgroßen Skulpturen aus Polyesterharz, die er mit Leuchtstoffröhren kombiniert. So entstehen nicht zuletzt vom Licht gequälte Gesichter.

shz.de von
23. November 2018, 15:58 Uhr

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zeigt von diesem Samstag an zahlreiche Arbeiten des spanischen Multimedia-Künstlers Bernardí Roig.

Charakteristisch für das Werk des Gegenwartskünstlers sind seine weißen, lebensgroßen Skulpturen aus Polyesterharz, die er mit Leuchtstoffröhren kombiniert. Fünf dieser Arbeiten bilden den Schwerpunkt der Schau in Unna, die bis zum 14. März 2019 zu sehen ist.

Die meisten Skulpturen zeigen verstörende Nachbildungen menschlicher Körper mit vom Licht gequälten Gesichtern. Das grelle Licht der Röhren verleihe dem Weiß der von Angst und Isolation gezeichneten Figuren ein grausames Leuchten, erklärten die Ausstellungsmacher. In diesem Sinne sei das Licht bei Roig eines, das blende, orientierungslos mache und belastend wirke. Darauf bezieht sich auch der Ausstellungstitel «Excess» (Überschuss). In den weitgehend unter der Erde gelegenen, finsteren Räumen des Lichtkunstmuseums in Unna sind daneben auch kleinere Arbeiten von Roig zu sehen.

Der Künstler stammt von der spanischen Insel Mallorca. Seine Arbeiten waren unter anderem auf der 54. Biennale in Venedig, im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, im Kunstmuseum Bonn und in der Alten Pinakothek in München zu sehen.

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