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Reisebericht : Weltenbummler Paul Theroux: «Ein letztes Mal in Afrika»

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Die Probleme der Welt aufgezeigt am Beispiel eines Kontinents: In seinem neuen Buch bringt Paul Theroux die Krise Afrikas auf den Punkt.

Der Amerikaner Paul Theroux gehört zu den populärsten Reiseschriftstellern überhaupt. Unzählige Länder hat er in den vergangenen Jahrzehnten bereist. Mit 72 Jahren kehrt der Weltenbummler noch einmal in sein geliebtes Afrika zurück - für eine Reise von Kapstadt bis Timbuktu.

Doch zum ersten Mal in seinem Leben bricht Theroux eine Reise ab. Er kommt nur bis Angola. Dann kehrt er frustriert um. In seinem Buch «Ein letztes Mal in Afrika» schreibt er voller Wehmut und Ernüchterung über einen Kontinent im Niedergang. Sein Buch ist lesenswert, weil es einen unverfälschten Einblick gibt in Länder, in die kaum je Reporter oder Touristen kommen wie zum Beispiel Angola.

Aber gerade in diesem Land konzentrieren sich wie in einem Brennglas alle Probleme Afrikas: eine kleptokratische Elite und ausufernde Korruption, Massenverelendung und zerstörte, übervölkerte Städte. Meisterhaft schildert Theroux an vielen kleinen Details die alltägliche Verwahrlosung und Hoffnungslosigkeit der Menschen in einem eigentlich schwerreichen Land.

- Paul Theroux: Ein letztes Mal in Afrika, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg, 416 Seiten, 26,00 Euro, ISBN 978-3-455-40526-2.

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erstellt am 01.Aug.2017 | 10:24 Uhr

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