Musiklegende ist tot : Udo Jürgens: Vorbereitungen für den Abschied

Der am Sonntag gestorbene Sänger soll eingeäschert werden. Spekuliert wird darüber, wo die Urne ihren Platz findet. Auf eine Trauerfeier müssen die Fans noch warten.

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23. Dezember 2014, 15:56 Uhr

Zürich | Nach dem plötzlichen Tod von Udo Jürgens laufen die Vorbereitungen für den Abschied von dem großen Sänger und Entertainer an. Eine große öffentliche Trauerfeier soll es aber frühestens Mitte Januar geben. Das kündigte sein Sprecher Thomas Weber am Dienstag an. „Das muss alles ohne Hektik vorbereitet werden“, sagte Weber.

Jürgens war am Sonntag im Alter von 80 Jahren in der Schweiz gestorben. Seine Leiche wird eingeäschert. Der Künstler habe eine Feuerbestattung verfügt, sagte Weber. Sie solle im engsten Familienkreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Dieser Wunsch möge respektiert werden, sagte Weber. Es gibt Spekulationen, dass die Urne von Jürgens einen Ehrenplatz am Zentralfriedhof in Wien erhalten könnte. „Das ist eine Option“, erklärte Weber dazu.

Mehr als acht Millionen Zuschauer verabschiedeten sich bei ARD und ZDF am Montagabend von Udo Jürgens: 4,51 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 14,3 Prozent) verfolgten ab 20.15 Uhr die Wiederholung der zwei Monate alten ZDF-Geburtstagsgala zum seinem 80. Geburtstag. Im „Ersten“ sahen zeitgleich 4,18 Millionen (12,7 Prozent) die Wiederholung der Dokumentation „Der Mann, der Udo Jürgens ist“.

Eine Biografie des Sängers und Entertainers soll bereits in wenigen Wochen erscheinen. Paul Sahner (70), langjähriger Promi-Reporter der Zeitschrift „Bunte“, ist der Autor. Der Verlag Herder kündigte an, Sahner mache die „menschliche Seite des Mannes sichtbar, der scheinbar nur für die Bühne lebte“. Das Buch mit dem Titel „Merci, Udo!“ soll am 22. Januar 2015 erscheinen. „Er war ganz anders als die meisten seiner Zunft“, erklärte der Journalist, der Udo Jürgens den Angaben zufolge seit einem halben Jahrhundert begleitete.

Der Sänger Peter Kraus (75) würdigte Jürgens am Dienstag und bedauerte zugleich: „Rückblickend gesehen haben wir viel zu wenig Zeit miteinander verbracht, obwohl wir so viel gemeinsam hatten.“

Vom Erbe des Entertainers, das in Medien auf 120 Millionen Euro geschätzt wird, dürften vor allem seine zwei ehelichen Kinder Jenny (47) und John (50) sowie die beiden unehelichen Kinder Sonja (49) und Gloria (20) profitieren. „Alle vier Kinder sind gleichberechtigt gesetzliche Erben. Die geschiedenen Ehefrauen haben kein Erbrecht“, sagte der Erbrechts-Experte Anton Steiner „Focus Online“.

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