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ZDF-Sendung : Tim Linde aus Holm will zu Carmen Nebel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Regional ist der Sänger bereits erfolgreich. Nun entscheidet das Publikum, ob der Holmer in der ZDF-Sendung auftritt.

Den Norden hat er bereits vor anderthalb Jahren für sich gewinnen können. Mit „Wasser unterm Kiel“ landete der Holmer Tim Linde einen Hit und sorgte bei vielen Lesern dieser Zeitung für einen Ohrwurm. Es folgten Konzerte in der Region, die Veröffentlichung seines ersten Albums „Menschenverstand“ und vor kurzem begeisterte Linde mehr als 5000 Besucher des Sarah-Connor-Konzerts in Flensburg, das er gemeinsam mit seiner Band eröffnet.

„Willkommen bei Carmen Nebel“ ist eine Unterhaltungsshow, die derzeit dreimal jährlich im ZDF ausgestrahlt wird. Zu dem Sendeformat mit Moderatorin und Produzentin Carmen Nebel gehören Gespräche mit Gästen aus Film, Musik und Politik sowie Auftritte von Musikern aus den Genres Schlager, Popmusik, Oldies und klassische Musik. Das Deutsche Showballett ist fester Bestandteil der Sendung, die es seit 2004 gibt.

Jetzt hat Linde ein neues Ziel: Er möchte am 30. April in der ZDF-Sendung „Willkommen bei Carmen Nebel“ auftreten. Als einer von zehn Finalisten des Wettbewerbs „Newcomer des Jahres“ steht er bis Donnerstag, 21. April, zur Wahl und hofft auf Unterstützung aus seiner Heimat. Denn welche drei Newcomer bei der Sendung im bayerischen Hof dabei sind, entscheiden die Zuschauer mittels Telefon-Ted.

So stimmen Sie für Tim Linde:

Telefon-Voting: 01371-36 36 02*

www.unser-ticket-fuer-tim.de

Mitmachen lohnt sich für Sie – unter allen Anrufern verlost das ZDF 2x2 Tickets für unsere Sendung am 30.4. LIVE aus der Freiheitshalle in Hof.

*0,14 € / Anruf aus dem dt. Festnetz. Mobilfunk abweichend

Dass Linde inzwischen als Musiker bekannt ist, ist dem Zufall zu verdanken: Eigentlich wollte er nur seiner Tochter ein paar väterliche Lebensratschläge mit auf den Weg geben. Zu ihrer Taufe schrieb er das Lied „Wasser unterm Kiel“ – inspiriert von seinem Sohn, der ihn kurz zuvor während einer Schiffstaufe fragte, ob man auch seiner jüngeren Schwester bei ihrer Taufe eine Handbreit Wasser unterm Kiel wünschen werde. Als Erinnerung für die Taufgäste nahm Linde das Stück in einem Tonstudio auf. Studioinhaber Michael Krüger war so begeistert, dass er es hinter Lindes Rücken an den Musikproduzenten René Münzer schickte, der zuvor unter anderem für die Popgruppe Orange Blue und Stefan Raabs Bundesvision Song Contest arbeitete. Dieser bot Linde einen Plattenvertrag an und veröffentlichte „Wasser unterm Kiel“. In den Monaten nach der Veröffenlichtung schaffte Lindes Debut-Single es zwischenzeitlich auf Platz zwei der deutschen iTunes-Charts, direkt hinter Helene Fischers „Atemlos“. Inzwischen druckte der Klett-Verlag den Text des Liedes sogar in einem Schulbuch für den Religionsunterricht in der Oberstufe ab.

Mit seinem Album „Menschenverstand“ zeigte Linde, dass sein Debut keine kreative Einzelleistung war. Kritiker und Publikum konnten sich für Lindes „Liedermacher-Pop“ begeistern, der ihm bereits die Bezeichnung „Reinhard Mey des neuen Jahrtausends“ einbrachte. Und Rolf Zuckowski postete auf der Facebook-Seite von Linde: „Schön, dass es immer noch solche Songwriter gibt wie Tim Linde, die unser Herz bewegen und dabei so viel sommerliche Lebensenergie ausstrahlen.“

„Dass ich jetzt unter die zehn Newcomer-Finalisten für die Carmen-Nebel-Sendung gekommen bin, passt zu meiner Geschichte, wie sie sich bis heute ereignet hat“, sagte Linde im Gespräch mit shz.de. Hätte man ihm vor zwei Jahren gesagt, dass er einmal so weit kommen werde, er hätte es nicht geglaubt. „Im Fernsehen gibt es inzwischen nur noch sehr wenige Sendungen, in denen sich Musiker präsentieren können. Da ist Carmen Nebel schon ein Schlachtschiff“, sagte Linde. Die erste Hürde auf diesem Weg hat er bereits hinter sich: Aus einer Vielzahl von Vorschlägen hat eine Fachjury sich entschieden, Linde mit ins Rennen um einen Auftritt zu schicken. Linde erfuhr am vergangen Mittwoch von dieser Entscheidung und meinte gestern, er könne es immer noch nicht wirklich fassen. „Ich freue mich aber riesig darüber“, sagte er.

Wie groß seine Chancen seien, bei der Abstimmung unter die besten drei Kandidaten zu kommen und tatsächlich nach Hof zu fahren, könne Linde nicht abschätzen. Er selbst wusste gestern noch nicht, wer außer ihm zur Wahl steht. Allerdings war Linde sich sicher: „Die anderen neun Finalisten werden sicherlich auch einiges daran setzen, um dabei zu sein. So spannend war es lange nicht in meiner Musiker-Karriere.“

Linde hoffe, dass er sich mit der Geschichte von „Wasser unterm Kiel“ und dem norddeutschen Einschlag in seiner Musik von den Mitbewerbern abhebt und damit begeistern kann. „Außerdem würde ich mich über Unterstützung von den Schleswig-Holsteinern freuen“, sagte er. Schließlich sei bei ihnen seine musikalische Heimat.

Videos, Artikel und Bilder zu Tim Linde finden Sie auf der shz.de-Sonderseite www.shz.de/timlinde

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erstellt am 16.Apr.2016 | 14:00 Uhr

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