Affären : Staatsanwalt gegen Vernehmung von spanischer Infantin

Die spanische Königstochter Cristina soll um eine Vernehmung herumkommen.
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Die spanische Königstochter Cristina soll um eine Vernehmung herumkommen.

Die spanische Staatsanwaltschaft hat sich in der Finanzaffäre um den königlichen Schwiegersohn Iñaki Urdangarin gegen eine Vernehmung der Königstochter Cristina ausgesprochen.

shz.de von
14. November 2013, 15:27 Uhr

Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Infantin in illegale Geschäfte verwickelt gewesen sei, betonte der Sonderstaatsanwalt für Korruptionsdelikte, Pedro Horrach, in einer am Donnerstag in Palma de Mallorca veröffentlichten Stellungnahme.

Urdangarin (45) steht im Verdacht, als Präsident der gemeinnützigen Stiftung Nóos staatliche Gelder in Millionenhöhe unterschlagen zu haben. Der Ermittlungsrichter José Castro hatte in dieser Sache auch die 48 Jahre alte Ehefrau des Ex-Handballstars wegen des Verdachts der Unterschlagung zu einer Beschuldigten erklären wollen, weil die Tochter von König Juan Carlos an Firmen ihres Mannes beteiligt gewesen war.

Das Landgericht in Palma de Mallorca untersagte dies jedoch. Es legte dem Ermittler aber nahe zu überprüfen, ob der Königstochter ein Steuervergehen zur Last gelegt werden könne. Nun muss der Richter erneut entscheiden, ob er Cristina zu einer Beschuldigten erklären und zu einer Vernehmung vorladen will.

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