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Spektakuläre Show am Drahtseil

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Pink begeistert ihre Fans in der Hamburger O2 World

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Leicht haben es die Superstars von heute natürlich auch nicht. Sie können nicht bloß die immergleichen Hits abspulen, das Publikum erwartet schließlich eine gigantische Show. Alecia Beth Moore alias Pink weiß das. Darum zieht sie zum Auftakt ihrer Deutschland-Tournee in der ausverkauften Hamburger O2 World sämtliche Register. Gleich beim ersten Lied "Raise your Glass" liefert sie meterhoch in der Luft eine akrobatische Bungee-Einlage ab. Als sie wieder Boden unter den Füßen hat, gibt sie weiterhin Vollgas. Zu "Just like a Pill" rollt die 33-Jährige lasziv über die Bühne, nebenbei knutscht sie ein paar Fans ab. Bei "U + ur Hand" fasst sie sich ganz hemmungslos in den Schritt. Während sie "Try" singt, hängt sie abermals in den Seilen und legt einen Salto nach dem nächsten hin.

Bei der Amerikanerin ist keine Zeit für Halbherzigkeiten. Mit Elan ackert sie sich durch die Stücke ihres jüngsten Albums "The Truth about Love" oder haut mit aller Macht alte Hits raus. Den Zuschauern,die aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen, stockt der Atem, als die durchtrainierte Blondine bei "Sober" mit ihren Tänzern völlig ungesichert hoch oben in der Luft in einem eiförmigen Trapezkäfig rumturnt. Zum Glück verläuft bei dieser gewagten Einlage alles nach Plan. Also weiter im Programm: Für "Just give me a Reason" holt Pink den Fun-Sänger Nate Ruess als Überraschungsgast aus dem Backstage-Bereich. Sie covert Chris Isaacs "Wicked Game", begleitete sich bei "The great Escape" selbst am Flügel oder liefert "Who knew" gemeinsam mit ihrem Gitarristen als rein akustische Version ab, zwischendurch zieht sie sich ständig um.

Was für eine Powerfrau! Kein Wunder, dass ihr ein männlicher Fan einen Heiratsantrag macht. Doch Pink ist ja schon die Gattin des Motocross-Fahrers Carey Hart. Der dürfte es allerdings nicht immer leicht mit seiner Angetrauten haben. Offensichtlich neckt sie ihn regelmäßig. ",How come youre not here ist eines meiner Lieblingslieder", erzählt sie lachend. "Denn mein Mann fühlt sich immer unwohl, wenn er das hört." Ihren Anhängern geht es da völlig anders. Staunend verfolgen sie den Zeichentrickfilm, der auf diverse kleine Leinwände projiziert wird. Sie hängen über der Treppe, deren Stufen die Sängerin und ihre Tänzer sogar auf High Heels mühelos meistern. Abwärts geht es dann im Fahrstuhl.

So reiht sich also ein Wow-Effekt an den nächsten. Bis Pink in der Zugabe "So what" anstimmt und in einem goldenen Glitzerkostüm an einem Drahtseil über den Köpfen der Besucher kreuz und quer durch die Halle saust. Damit endet das Konzert nach 90 Minuten so, wie es begonnen hat: spektakulär. Insgeheim fragt sich wohl jeder, woher diese kleine Person ihre ungeheure Energie nimmt. Sie verbindet Akrobatik und Gesang, als wäre das nichts. Alles ist perfekt choreografiert. Darum ist sich die begeisterte Menge einig: Pink darf sehr gerne bald wieder nach Norddeutschland kommen.

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