«Endzeit» : Spannung und Dramatik zum Kriegsende in Berlin

April 1945: Der frühere Kommissar Oppenheimer wartet darauf, dass die Rote Armee die Nazi-Herrschaft beendet und fragt sich, wer der geheimnisvolle Mannist, der sich bei ihm versteckt.

shz.de von
27. Juni 2017, 15:25 Uhr

Die letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs in Berlin liefern den düsteren Rahmen für den Roman «Endzeit» von Harald Gilbers.

Der frühere Kommissar Oppenheimer hat mit seiner Frau ein Versteck in einer leerstehenden Brauerei gefunden und wartet darauf, dass die Rote Armee die Nazi-Herrschaft in der Hauptstadt beendet. Als dies geschehen ist, sind die Menschen aber immer noch nicht sicher. Soldaten marodieren durch die Stadt, und Oppenheimers Frau wird von einem Deserteur vergewaltigt.

Kaum ist der Krieg in der Hauptstadt vorbei, schon beginnen neue Entwicklungen. Russische Soldaten suchen nach Mitarbeitern des deutschen Atomprogramms, und hier spielt ein geheimnisvoller Mann eine Rolle, der sich bei Oppenheimer versteckt und einen Koffer zurückgelassen hatte.

Gilbers schildert die Lebensumstände in Berlin im April 1945 sehr stimmig. Da stört es eher weniger, dass die Handlung mitunter sehr konstruiert wirkt.

- Harald Gilbers: Endzeit. Knaur Verlag, München, 554 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-426-51644-7.

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