Nach Anschlag in Paris : So gedenken Karikaturisten ihrer Kollegen von „Charlie Hebdo“

Die religionskritischen Karikaturen könnten Auslöser für den Anschlag auf das französische Satiremagazin sein. Kollegen fürchten um die Meinungsfreiheit.

shz.de von
07. Januar 2015, 19:18 Uhr

Paris | Das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat mit seinen Karikaturen vor allem auch Religionen kritisiert. Nicht nur der Islam, auch das Christentum war vor der spitzen Feder der nicht sicher. Jetzt sind vier bekannte Zeichner tot. Charb, Wolinski, Cabu und Tignous sollen unter den Opfern des Anschlags auf die Redaktion in Paris sein. Charb heißt mit richtigem Namen Stéphane Charbonnier und ist Redaktionsleiter. Er wurde unter anderem mit Mohammed-Karikaturen international bekannt.

Unter dem Hashtag #jesuischarlie (Ich bin Charlie) gedenken Menschen weltweit der Opfer des Anschlags. Unter den Trauernden sind auch Karikaturisten, die den Tod ihrer Kollegen in Zeichnungen verarbeiten.

Ein iranischer Zeichner zollt seinen „Brüdern“ von „Charlie Hebdo“ Respekt.

„Er hat zuerst gezogen/gezeichnet“, heißt es in einem Beitrag.

Banksy auf Instagram.

RIP

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„Plantu“ ist „mit dem ganzen Herzen bei Charlie Hebdo“.

Makaber aber trotzig ist die Reaktion eines niederländischen Zeichners.

Eine Anlehnung an René Magritte.

Eine Reaktion aus Indien thematisiert den Zeichenstift als „kleine Waffe“.

Ein Zeichner befürchtet, dass das Attentat weitere Opfer haben wird.

Enten fliegen höher als Waffen, ist sich dieser Zeichner sicher.

Ein Zeichner offenbarte bereits zuvor, was die Alternative zu Satire wäre: ein „kulturell, ethnisch, religiös und politisch korrekter Cartoon“.

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