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Heino, Marianne und Michael : Schlagerstars ärgern sich über Dresdner „Tatort“

vom

Heino beschwert sich, Marianne und Michael auch. Sie sehen im „Tatort“ vom Sonntag ihre Branche „durch den Dreck gezogen“.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2016 | 13:34 Uhr

Dresden | Der Sachsen-„Tatort“ mit dem neuen Ermittlerteam aus Dresden über einen Mord in der Volksmusik-Szene hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Vor allem in der Schlagerbranche machte sich Ärger breit.

Mit 9,55 Millionen Zuschauern erzielte der Dresdner „Tatort“ auf Anhieb eine gute Quote, wenn auch andere Debüts wie etwa das des Franken-„Tatort“ im April 2015 mit mehr als zwölf Millionen Zuschauern besser ausfielen. Schlagersänger Heino (77) gehört zu jenen, die den Tatort nicht gerne gesehen haben.

„Das Drehbuch kann nur ein Mann geschrieben haben, der von banalen Vorurteilen gegenüber Volksmusik geprägt ist und sich nie wirklich mit uns beschäftigt hat“, sagte der Musiker der „Bild“-Zeitung vom Montag. „Dieser Tatort war überflüssig und verhöhnt nicht nur meine Kollegen, sondern auch unsere vielen Fans.“

In dem am Sonntag ausgestrahlten ARD-Krimi „Auf einen Schlag“ - der erste Fall für die am Standort Dresden angesiedelten Kommissarinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Henni Sieland (Alwara Höfels) sowie Kommissariatsleiter Schnabel (Martin Brambach) - drehte sich die Welt der Volksmusik um Geschäfte, alternde Stars und den schönen Schein. „Den Tatort-Machern ist nichts Besseres eingefallen, als unsere Branche gehörig durch den Dreck zu ziehen. Schade, dass man uns Volksmusiker immer so negativ darstellen muss“, sagte das Schunkel-Duo Marianne (63) und Michael (66) der „Bild“.

Autor Ralf Husmann („Stromberg“) hatte sich für den „Tatort“ die Volksmusik ausgesucht, weil da nach eigenen Worten „noch Rock n' Roll drin ist“. Da sahen auch Tatort-Fans so:

In den sozialen Netzwerken heißt es etwa:

Oder:

Diese Twitterin meint, Sachsen sei richtig beschrieben worden:

Die Dramaturgie kam nicht bei jedem an:

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