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Kampf mit einem Gecko : Schauplatz Karibik: «Mord im Paradies»

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Britische Steifheit trifft karibische Lässigkeit: Inspector Richard Pool ist in seiner Skurrilität liebenswert. Er ermittelt in der Karibik.

Der englische Drehbuchautor Robert Thorogood hat mit «Murder in Paradise» eine erfolgreiche BBC-Krimiserie etabliert, aus der nun eine Buchserie geworden ist. Inspector Richard Poole verkörpert den Briten in Vollkommenheit.

Nachdem er von London auf eine Karibikinsel versetzt wurde, hält er sich eisern an seine britische Lebensweise, was sich nicht zuletzt am klimatisch ungünstigen Kammgarnanzug zeigt. Als in einem Luxusresort bei einer Meditationsübung ein Guru ermordet wurde, muss einer der Teilnehmer der Mörder sein, denn der Raum war von innen verschlossen. Der Inspector vermutet jedoch, dass sich ein Außenstehender unbemerkt eingeschlichen hat.

Der erste Richard-Poole-Roman ist köstlich und spielt auf ironische Weise mit Klischees: hier britische Steifheit, dort karibische Lässigkeit. Die Hauptfigur ist in ihrer Skurrilität liebenswert. Der so gar nicht kriminalistische Höhepunkt der Geschichte ist der Kampf des Briten mit dem missliebigen Gecko Harry, der sich als hartnäckiger Mitbewohner nicht vertreiben lässt.

- Robert Thorogood: Mord im Paradies. Rowohlt Verlag, Reinbek, 384 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-499-27275-2.

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erstellt am 06.Jun.2017 | 11:33 Uhr

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