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ZDF-Korrespondent : Russland-Experte Dirk Sager gestorben

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Dirk Sager war zu Zeiten des Kalten Krieges als Leiter des Studios in Moskau der Russland-Experte des ZDF. Wie der Sender mitteilte, ist der Hamburger am Donnerstag im Alter von 73 Jahren in Potsdam gestorben.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 16:14 Uhr

Der ehemalige ZDF-Russlandkorrespondent Dirk Sager ist tot. Wie das ZDF mitteilte, starb er am Donnerstag im Alter von 73 Jahren in Potsdam. Sager war bei dem Mainzer Sender langjähriger Leiter des Studios Moskau gewesen. Chefredakteur Peter Frey würdigte die Verdienste des Journalisten: „Dirk Sager hat für das ZDF sowohl in Sowjetzeiten als auch nach dem Ende der Sowjetunion aus Russland berichtet. Er war ein großartiger Kenner des Landes und seiner Menschen. Seine Dokumentationen und Reportagen haben viel zu Verständnis und Versöhnung zwischen Ost und West beigetragen.“

Der gebürtige Hamburger war 1968 zum ZDF gekommen. 1980 ging er für die Mainzer zum ersten Mal als Korrespondent in die damalige Sowjetunion. Nach einer Zwischenstation als Leiter der Redaktion „Kennzeichen D“ von 1984 bis 1990 kehrte er zurück nach Moskau. Dort war er mit kurzer Unterbrechung von 1990 bis 2004 als Leiter des ZDF-Studios tätig.

„In seiner Dienstzeit hat Dirk Sager für das ZDF und seine Zuschauer nicht nur die politische Entwicklung der Sowjetunion und Russlands kritisch begleitet, sondern auch in vielen Dokumentationen und Reportagen über die Schönheit des riesigen Landes und die Lebensweise und die Probleme der Menschen in den unterschiedlichen Regionen berichtet“, sagte ein ZDF-Sprecher. „Sagers letzte große Dokumentation, der Vierteiler 'Berlin - Saigon' im Jahr 2007, war ein großes Abenteuer: In Dutzenden von Zügen, abseits von Touristenrouten, war er über 16.000 Kilometer unterwegs von der deutschen Hauptstadt bis nach Vietnam.“

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