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Revolverheld: "In Farbe" : "Revolverheld" macht die Welt wieder bunt

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Nach Jahren der Abstinenz serviert die Hamburger Band "Revolverheld" wieder eingängigen Deutschrock vom Feinsten: "In Farbe" ist eine Absage an grauen Alltag und Tristesse.

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erstellt am 17.Mär.2010 | 07:52 Uhr

"Ich werde nie erwachsen" ruft "Revolverheld" auf ihrem neuen Album "In Farbe" gleich zu Beginn. Die Deutschrocker aus Hamburg melden sich nach fast drei Jahren endlich wieder mit einer Neuerscheinung zurück. Eine Absage an die Tristesse soll es sein. "In Farbe" eben - bloß nicht erwachsen, bloß nicht angepasst. In diese Kerbe schlägt auch die erste Single "Spinner", eine Hymne für alle, die ihre abgedrehten Pläne und Träume endlich in die Realität umsetzen und dafür den Alltagstrott aufgeben.
"Spinner ist die Spitze des Eisbergs", sagt Johannes Strate, Sänger der Band in einem Interview. "Es fasst zusammen, was das Album für uns bedeutet: Nämlich seine Träume zu leben", ergänzt Gitarrist Kris Hünecke. Hintergrund des Liedes sei die Geschichte seiner Freundin, die seit Jahren davon redet, ein eigenes Café zu eröffnen. "An seinen Lebenstraum muss man eben glauben und auch bereit sein, dafür etwas zu riskieren."
Handgemachte Songs, sympathische Texte
Die Hamburger bleiben ihrem Stil treu: Ehrliche, handgemachte Songs, sympathische Texte, die vom Alltag erzählen. Selbst der gitarrenlastige Trennungs-Song "Alles anders" betont den Mut zum Neuanfang nach einer gescheiterten Beziehung. Zwar gespickt mit Liebeskummer - doch mit dem Wissen, dass nach einer alten Liebe "Alles neu" wird. In eine ähnliche Richtung läuft die Nina-Ruge-Gedächtnis-Hymne "Alles wird gut".
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Das Album ist gut abgemischt - unmittelbar auf die Selbstmitleids-Ballade "Die Liebe liebt mich nicht" rocken die folgenden Songs richtig los, zeigen die härteren Spielarten der Band.
Die Lebensfreude und Farbe des Albums wirkt ansteckend - ganz ohne in Schmalz, Gutmenschen-Predigten oder Sentimentalität zu verfallen. So ist es auch zu verzeihen, dass Revolverheld auf der Neuerscheinung kaum Experimente wagen (außer einigen Ausflügen ins Elektronische), nur wenige Kanten zeigen und in ihren manchmal zu eingängigen Texte keinen Platz für Provokation unterbringen.

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