Revolutionär eröffnet Ruhrtriennale

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13. August 2013, 03:59 Uhr

Bochum | Eine Oper ohne Sänger, ein Orchester ohne Dirigent - "The Delusion of the Fury" gilt dennoch oder gerade deswegen als Meisterwerk von Harry Partch (1901-1974). Der amerikanische Komponist war und ist ein Außenseiter, deshalb schätzt ihn Heiner Goebbels.

Sein Wahlspruch lautet: "Für eine starke künstlerische Erfahrung brauchen wir die Begegnung mit etwas, das wir noch nicht kennen."

44 Jahre nach der Uraufführung folgt nach Angaben der Ruhrtriennale die europäische Erstaufführung. Goebbels, Intendant des Festivals im zweiten Jahr, inszeniert das Stück selbst, das am 23. August die Ruhrtriennale eröffnen soll.

Partch verachtete unser Tonsystem abgrundtief und schuf sein eigenes. Der Abstand der Töne voneinander ist geringer, als wir es gewöhnt sind. Um die Klänge zu erzeugen, schuf Partch neue Instrumente, die für die Erstaufführung in Bochum nachgebaut wurden.

Goebbels wirkt heiter: "Das Entscheidende für mich wie die Musiker ist der unakademische Impuls. Man kommt dem Stück und der Musik nicht auf die Spur, wenn man es nur so abspielt, wie es in den Noten steht."

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