Das große Gewitter : Regenguss im Salzburger Festspielhaus

Ein plötzlicher Regenguss dringt durch die Decke ins Großen Festspielhaus. /BR Klassik
Ein plötzlicher Regenguss dringt durch die Decke ins Großen Festspielhaus. /BR Klassik

14 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von nur zehn Minuten: da blieb das historische Grabendach im Theater nicht ganz dicht.

shz.de von
09. August 2018, 13:03 Uhr

Ein plötzlicher Regenguss hat die Besucher im Großen Festspielhaus in Salzburg während eines Konzertes mit dem russischen Starpianisten Grigory Sokolov aufgeschreckt.

«Bedingt durch das historische Grabendach» sei während eines Unwetters am Mittwoch Wasser in den Zuschauerraum gelangt, teilten die Festspiele am Donnerstag mit.

Nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes in Salzburg hatte sich am Abend ein Gewitter mit Starkregen über der Festspielstadt entladen. Innerhalb von zehn Minuten seien 14 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen worden. «Das ist schon sehr viel und kommt nur selten vor», sagte ein Meteorologe auf dpa-Anfrage.

Das Konzert sei nach der Pause fortgesetzt worden, teilte die Pressestelle des Festivals mit. Im benachbarten Haus für Mozart gab es nach einem kleineren Wassereinbruch auf der Seitenbühne während der Vorstellung von Rossinis «L'italiana in Algeri» mit Cecilia Bartoli einen kurzen Stromausfall.

«Noch in der Nacht haben die zuständigen Mitarbeiter der Festspielegemeinsam mit Behördenvertretern alle notwendigen Maßnahmengetroffen, um einen ordnungsgemäßen Festspielbetrieb am nächsten Tag zu gewährleisten», hieß es. «Die Festspiele bedanken sich bei den betroffenen Zuschauern für die gelassene Reaktion und die verständnisvolle Haltung.»

Am Donnerstag wurde in Salzburg mit bis zu 36 Grad der bislang heißeste Tag dieses Sommers erwartet. In der «Jedermann»-Vorstellung stand der erste Auftritt von Philipp Hochmair in der Titelrolle an. Er ersetzt kurzfristig Tobias Moretti, der infolge einer Lungenentzündung absagen musste. Dem Salzburger Festspielpublikum ist der Wiener Hochmair, Jahrgang 1973, unter anderem durch seine «Jedermann»-Solo-Version beim Young Directors Project 2013 bekannt geworden.

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