Nach dem Mauerfall : Rammstein-Keyboarder Flake erkennt Berlin nicht wieder

Christian Lorenz alias Flake von der Band Rammstein macht sich Gedanken zur Gentrifizierung seiner Heimatstadt Berlin.
Christian Lorenz alias Flake von der Band Rammstein macht sich Gedanken zur Gentrifizierung seiner Heimatstadt Berlin.

Der Musiker ist gern im Ost-Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg aufgewachsen. Inzwischen lebt er wieder in dem Haus seiner Kindheit. Doch die neue Nachbarschaft gefällt ihm offenbar gar nicht.

shz.de von
19. Januar 2018, 12:01 Uhr

Der Rammstein-Keyboarder Flake erkennt das Berlin seiner Kindheit nicht wieder. «Der Bezirk jetzt und die Straßen meiner Kindheit haben nichts mehr miteinander zu tun», sagte Flake, der im Stadtteil Prenzlauer Berg lebt, der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag).

«Es ist, als sei die Wohnung in eine andere Stadt gesetzt worden. Nürnberg vielleicht. Es gemahnt mich hier vieles an eine westdeutsche Kleinstadt.»

Der 1966 geborene Flake, der mit bürgerlichem Namen Christian Lorenz heißt, lebt nach eigenen Worten seit einigen Jahren wieder in dem Haus, in dem er aufgewachsen ist. «Ich musste im Kopf mit dem Gedanken abschließen, dass das der Prenzlauer Berg ist, den ich kenne und geliebt habe», sagte er. «Es leben inzwischen sehr viele unangenehme Menschen hier.» Die Arbeiter und die alten Leute könnten sich die Mieten nicht mehr leisten und seien weggezogen. Man lebe hier in einer Blase von reichen Menschen.

Deutschlands international bekannteste Rockband hatte sich 1994 gegründet. Mit einigen Musikern spiele er seit 1983 zusammen. «Ich habe mit ihnen mehr Zeit verbracht als mit meinen Eltern oder meinen Kindern oder meinen Frauen», sagte Flake. «Es klingt kitschig und abgedroschen, aber Rammstein ist auch Heimat.»

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