Evaluierung : Preußenstiftung sieht sich für Zukunft gut aufgestellt

Hermann Parzinger ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Hermann Parzinger ist Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Die Kultureinrichtung hat sich gegen den Vorwurf der Behäbigkeit verteidigt.

shz.de von
31. Juli 2018, 14:36 Uhr

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, eine der größten Kultureinrichtungen der Welt, hat sich gegen den Vorwurf der Behäbigkeit verteidigt.

«Die sammlungsübergreifende Struktur der Stiftung ist wie geschaffen für die heutigen Chancen und Herausforderungen, die die Digitalisierung und Vernetzung mit sich bringen», erklärte der Stiftungspräsident Hermann Parzinger am Dienstag auf dpa-Anfrage. «Alle Einrichtungen arbeiten daran, interne Abläufe so anzupassen, dass das gemeinsame Ganze noch stärker zur Geltung kommt.»

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hatte dagegen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die riesige Institution sollte schlanker und beweglicher werden. Bei der jetzt anlaufenden Untersuchung (Evaluierung) müsse man sich auch «unangenehme Fragen» gefallen lassen.

Parzinger betonte, sein Haus habe diese Untersuchung durch den Wissenschaftsrat selbst angeregt und betrieben. «Alle Einrichtungen stehen der Evaluierung mit großer Offenheit gegenüber und sehen sie als Chance.»

Michael Eissenhauer, Generaldirektor der zur Stiftung gehörenden Staatlichen Museen zu Berlin, wies zudem den Vorwurf zurück, die Sammlungen seien nicht publikumsfreundlich genug. Die Berliner Besucherzahlen müssten sich nicht hinter denen von Paris, London oder New York verstecken, schließlich gebe es dort auch bis zu viermal höhere Einwohner- und Touristenzahlen, betonte er.

Die Preußenstiftung hat rund 2000 Beschäftigte und einen Jahresetat von 363 Millionen Euro. Sie ist für insgesamt fünf Einrichtungen zuständig, die neben der Hauptverwaltung jeweils noch eigene Verwaltungs- und Entscheidungsstrukturen haben. Hauptattraktion ist die weltberühmte Museumsinsel mit ihren fünf Häusern. Getragen wird die Stiftung zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern.

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