Statistiken : Piketty und andere: «Die weltweite Ungleichheit»

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Wie kann dieser Trend gestoppt werden?

shz.de von
11. Oktober 2018, 11:54 Uhr

In den letzten Jahrzehnten hat die Ungleichheit weltweit zugenommen. Diese Tatsache wurde noch nie so gut dokumentiert wie im «World Inequality Report», der jetzt auch auf Deutsch vorliegt.

Autoren sind der französische Starökonom Thomas Piketty («Das Kapital im 21. Jahrhundert») und ein Forscherteam aus renommierten Wirtschaftswissenschaftlern. Sie haben Daten aus den USA, der EU, Russland und China und weiteren Schwellenländern zusammengetragen.

Seit 1980 ist der Trend überall derselbe: Das oberste ein Prozent sichert sich ein immer größeres Stück vom Einkommens-Kuchen eines Staates, nämlich in den USA zurzeit etwa 20 Prozent, während die untersten 50 Prozent dort nur auf 13 Prozent kommen. In Europa sieht es dank eines gut ausgebauten Sozialstaates besser aus, aber auch hier geht die Schere auseinander. Wie kann der Trend gestoppt werden?

Die Autoren empfehlen einen hohen Spitzensteuersatz, Investitionen in Bildung, internationale Finanzregister. Ein Buch voller Statistiken, das viele Argumentationshilfen an die Hand gibt.

- Facundo Alvaredo, Lucas Chancel, Thomas Piketty, Emmanuel Saez und Gabriel Zucman (Hg.): Die weltweite Ungleichheit. Der World Inequality Report, C.H- Beck Verlag, 457 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-406-72385-8.

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