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Pavillon-Tausch auf Venedigs Kunst-Biennale

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erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Venedig | Praktizierte Völkerverständigung in der Kunst: Deutschland und Frankreich haben für die diesjährige Kunst-Biennale die Pavillons getauscht und nutzen sie als Plattform für internationale Künstler. Drei Tage vor der offiziellen Eröffnung stellten die Verantwortlichen beider Länder die nationalen Pavillons auf dem Giardini-Gelände der Lagunenstadt vor. Anlass für diesen Tausch ist der 50. Jahrestag des deutsch-französischen Élysée-Vertrages.

Auch die von Kurator Massimiliano Gioni verantwortete Hauptausstellung der 55. Kunst-Biennale wurde gestern vorgestellt. Von diesem Sonnabend an bis zum 24. November ist die breit angelegte internationale Kunst-Schau dann für das allgemeine Publikum geöffnet.

Deutschland und Frankreich setzten ein Zeichen für den lebendigen Austausch und die Nähe zwischen beiden Ländern und den Menschen, hatte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, den ungewöhnlichen Austausch begründet. Kuratorin des deutschen Beitrags ist Susanne Gaensheimer, die Französin Christine Macel ist für die Auswahl ihres Landes verantwortlich.

Neben dem bekannten Chinesen Ai Weiwei, der eine "skulpturale Installation" geschickt hat, wählte Gaensheimer drei weitere internationale Künstler aus, die Filme, Projektionen und Fotografien in Venedig vorstellen. Es sind dies die indische Fotografin Dayanita Singh, der französische Regisseur Romuald Karmakar und der südafrikanische Fotograf Santu Mofokeng. Der chinesische Aktivist und Regimekritiker Ai, der selbst nicht zur Biennale kommen kann, ließ hunderte Holzschemel einer chinesischen Dynastie zu einer Skulptur zusammenbauen.

Gaensheimer hatte vor zwei Jahren in Venedig die Arbeiten von Christoph Schlingensief ausgestellt und war dafür mit dem Goldenen Löwen für den besten Pavillon ausgezeichnet worden. Welcher der 88 nationalen Pavillons 2013 mit diesem Preis geehrt wird, gibt die fünfköpfige Jury an diesem Sonnabend bekannt.

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