Nach Modernisierung : Ostpreußisches Landesmuseum wieder geöffnet

Nach mehr als drei Jahren wird am 26.08.2018 das Ostpreußische Landesmuseum wiedereröffnet.  
Nach mehr als drei Jahren wird am 26.08.2018 das Ostpreußische Landesmuseum wiedereröffnet.  

Nach mehr als drei Jahren kann das Ostpreußische Landesmuseum ab morgen wieder besucht werden. Die Dauerausstellung wurde mit einer neuen deutsch-baltischen Abteilung feierlich eröffnet.

shz.de von
25. August 2018, 16:23 Uhr

Das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg ist nach mehr als drei Jahren Umbau und Modernisierung wiedereröffnet worden. Mit einem Festakt wurde die Dauerausstellung am Samstag mit einer neuen deutsch-baltischen Abteilung feierlich eröffnet.

Ab Sonntag sind die Exponate auch für die Öffentlichkeit zu sehen. Nach eigenen Angaben ist es das weltweit einzige Museum, das sich umfassend der Region widmet. Ostpreußen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen der damaligen Sowjetunion und Polen aufgeteilt.

Das 1987 eröffnete Museum beschäftigt sich mit Geschichte, Kultur und Landschaft in den früheren deutschen Ostgebieten. So werden etwa Werke von Käthe Kollwitz (1867-1945) und dem Impressionisten Lovis Corinth (1858-1925) sowie Gegenstände aus dem Nachlass von Immanuel Kant (1724-1804) gezeigt. Das Ostpreußische Landesmuseum hatte 2016 die umfangreiche Sammlung eines Museums aus Duisburg mit Objekten des Philosophen übernommen, dessen 300. Geburtstag 2024 gefeiert wird.

Das Ostpreußische Landesmuseum sei ein «wichtiger europäischer Kulturbotschafter», sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) zur Wiedereröffnung. Die Auseinandersetzung mit dem deutschen Kulturerbe in Mittel- und Osteuropa sowie die Besinnung auf die gemeinsame Geschichte könne dabei helfen, Krisen und Konflikte besser zu verstehen.

Das von der Ostpreußischen Kulturstiftung getragene Museum wird vom Bund und vom Land Niedersachsen mitfinanziert. Die Kosten für den neuen Erweiterungsbau liegen bei sechs Millionen Euro. Bis zum Jahr 2022 wolle Niedersachsen insgesamt mehr als zwei Millionen Euro zur Finanzierung eines weiteren Erweiterungsbaus zur Verfügung stellen, hieß es in Hannover. Der Bund werde sich mit mehr als fünf Millionen Euro beteiligen.

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