Kurzfilm Watu Wote : Oscar-Kandidatin Katja Benrath: Der Dreh war ein „Albtraum“

Katja Benraths nächster großer Lebenstraum: eine eigene Familie.
Katja Benraths nächster großer Lebenstraum: eine eigene Familie.

Kamera geklaut, der Hauptdarsteller im Gefängnis – und einiges andere lief beim Dreh des Kurzfilms „Watu Wote“ schief.

shz.de von
28. Februar 2018, 13:43 Uhr

Hamburg | Für die Oscar-nominierte Regisseurin Katja Benrath waren die Dreharbeiten in Kenia zeitweise ein „Albtraum“. „Was schiefgehen konnte, ging schief“, sagte sie dem „Zeit-Magazin“. „Zwei Tage vor dem Drehbeginn wurde uns die Kamera geklaut, der Generator ist ausgefallen, in der Wüste kamen unsere Wasserlieferungen nicht an. Und unser Hauptdarsteller musste für kurze Zeit ins Gefängnis. Doch gemeinsam haben wir alles geschafft.“

Eine Szene des Films „Watu Wote/All of Us“ von Katja Benrath.
Hamburg Media School/dpa
Im Film wie in der Wirklichkeit stellten sich Muslime vor Christen, um sie vor Terroristen zu schützen.

Benrath ist mit ihrem Beitrag „Watu Wote – All of us“, dem Abschlussfilm von der Hamburg Media School, in der Kategorie Bester Live-Action-Kurzfilm für den Oscar nominiert. Er beruht auf einer wahren Geschichte: Bei einem Angriff der radikal-islamischen Terrormiliz Al-Shabaab im Jahr 2015 auf einen Bus an der Grenze zwischen Kenia und Somalia hatten sich Muslime schützend vor Christen gestellt. Die 90. Oscars werden am Sonntag (4. März) in Hollywood verliehen.

Der Trailer zu „Watu Wote“:

Für den Oscar nominiert zu werden, sei zwar nie ihr „Lebenstraum“ gewesen, aber natürlich trotzdem „wunderschön“, sagte die 38-Jährige. „Der berufliche Erfolg, den ich zurzeit erlebe, hat eine Weile auf sich warten lassen, weil ich auf meinem Lebensweg nicht ganz so geradlinig vorangekommen bin: erst eine Schneiderlehre, dann ein Schauspielstudium, jetzt die Regie.“ Ihr größter Lebenstraum sei nun, eine eigene Familie zu gründen.

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