Offener Brief an Tommy Gottschalk

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23. Juni 2012, 12:58 Uhr

Von michael stitz | Ach, Mensch Tommy, musste das denn jetzt sein? Du und der prollige Bohlen in einer zweifelhaften Show. Welche Rolle willst Du denn da spielen? Bohlen mit seinem Alphamännchen-Gehabe, wird in gewohnt abstoßender Weise die traurigen Kandidaten mit blöden Sprüchen attackieren, um sie in emotionale Extremsituationen zu drängen und auch immer mal wieder seine Juroren-Kollegen anpinkeln. Dann sitzt Du da, lieber Tommy, und kannst nur versuchen, den guten Onkel zu spielen, der zwar mehr in der Birne hat und ein richtig Netter sein kann, aber neben dem Rambo Bohlen auch schnell kraftlos wirkt.

Klar, nach dem peinlichen ARD-Ausflug, der sich mit unseren Gebührengeldern zu einem sündhaft teueren Flop entwickeln durfte, sieht Dein Bankkonto sicher prächtig aus - Dein Marktwert leider nicht mehr. Aber ist das für jemanden wie Dich so schlimm, dass Du nun nehmen musst, was kommt? Den Bohlen konntest Du doch eigentlich nie gut leiden, seine Art Fernsehen zu machen schon gar nicht. Wie sehr hast Du doch immer wieder ein niveauvolles Programm gefordert, Dich sogar mit dem TV-Verächter Marcel Reich-Ranicki in Sondersendungen dafür stark gemacht. Und nun lässt Du Dir von einem wie Bohlen den letzten Rest an Würde und Anstand nehmen.

Ach, Mensch Tommy, lass es doch einfach mit dem Fernsehen. Noch würdest Du (trotz ARD-Flop) als einer der großen TV-Unterhalter vom Bildschirm verschwinden. Wenn du erstmal unter die Bohlen-Dusche gekommen bist, könnte der letzte Rest an Glanz weggeätzt werden. Sag doch einfach leise Servus, lieber Tommy!

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