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Kopenhagener Restaurant : Noma schließt für ein Jahr – Umzug nach Christiania

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Aus der Onlineredaktion

Das vielleicht beste Restaurant der Welt gönnt sich 2017 ein Sabbatjahr. Küchenchef René Redzepi will die Zutaten künftig auf einem „urbanen Bauernhof“ gewinnen.

Kopenhagen | Das Restaurant „Noma“ in Kopenhagen gilt als der hellste Stern auf der kulinarischen Weltkarte. Feinschmecker aus aller Welt müssen sich oft Monate gedulden, um überhaupt einen Platz im Haus der Delikatessen reservieren zu können. Nun wird die Wartezeit noch wesentlich länger, denn der Ausgangspunkt der skandinavischen Küchenrevolution schließt für ein ganzes Jahr seine Pforten – am Silvesterabend 2016. Erst „irgendwann“ 2017 soll das Luxus-Restaurant wieder eröffnen, allerdings nicht mehr an der Strandgade 93. Das erklärte der Spitzenkoch, Küchenchef und Mitbesitzer, René Redzepi, in der New York Times.

Das Restaurant, das insgesamt viermal den Titel als „Weltmeister der Gastronomie“ in der Rangliste des britischen Magazins „Restaurant Magazine“ gewann und im letzten Jahr auf Platz drei landete, soll laut Redzepi die einjährige Pause dazu nutzen, noch urbaner zu arbeiten.

René Redzepi will sein Restaurant noch urbaner aufstellen.
René Redzepi will sein Restaurant noch urbaner aufstellen. Foto: dpa

Vorläufige Pläne sehen die Freistadt Christiania als neuen Standort für einen „urbanen Bauernhof“ vor. Redzepi, der unter anderem mit Ameisen auf der Menükarte für Trubel gesorgt hat, will künftig einen eigenen Hof mit Vollzeit-Landwirt betreiben, um noch bessere, gesündere Rohstoffe zu verwerten. Das Resaturant setzt seit jeher auf kreative Interpretation nordischer Gerichte, die bevorzugt aus heimischen Produkten entstehen. Bisher wurden Teile des Gemüses in einem mit anderen Kopenhagener Bürgern geteilten Urban-Gardening-Projekt angebaut. Der Name „Noma“ setzt sich aus den dänischen Wörtern „nordisk“ (nordisch) und „mad“ (Essen) zusammen.

Gericht im Noma: Weißer Spargel mit pochiertem Eigeld und Waldmeistersauce.
Gericht im Noma: Weißer Spargel mit pochiertem Eigeld und Waldmeistersauce. Foto: Wikipedia CC BY-SA 2.0

Noma, zurzeit mit zwei französischen Michelin-Sternen ausgezeichnet, wird bereits im Januar 2016 für zehn Wochen schließen. Stattdessen wird in dieser Zeit ein Pop-up-Restaurant im Hafengebiet der australischen Millionenstadt Sydney eröffnet.

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erstellt am 15.Sep.2015 | 11:12 Uhr

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