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Welttag des Buches : Neun Gründe, warum Bücher toller sind als Filme

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Der Welttag des Buches wird am 23. April international gefeiert – am besten, indem man eines liest. Die Geschichte einer Liebe.

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erstellt am 23.Apr.2015 | 11:31 Uhr

1.  Bücher öffnen Welten, auch die eigene

Nichts gegen einen gut umgesetzten Film – doch in eine Geschichte eintauchen kann man am besten mit einem Buch. Sofern es gut geschrieben ist zumindest. Dann bauen sich die Städte in der Phantasie auf, eigene Erfahrungen geben den Figuren ein Gesicht. Ist Professor Unrat nicht ein wenig wie der Französischlehrer von früher? Der Film kaut alles vor, das macht ihn alternativlos.

2. Bücher sind immer da

Es gibt nichts langweiligeres als Wartehallen und -zimmer? Weit gefehlt: Selbst der öde Bahnhof in Neumünster wird dank Lesestoff wahlweise zu Hogwarts – auch wenn es nicht so viele Gleise gibt – oder Ankh Morpork. Allein im Wartezimmer beim Arzt ist man nie, wenn man kurz mal nachliest, was Elisabeth und Mr Darcy so machen. Und fühlt man sich am Urlaubsort irgendwie fremd, taucht man kurz in die vertraute Welt des Romans ab.

3. Bücher sind alle anders

Der dicke Schinken mit dem Ledereinband – oder das quietschbunte Taschenbuch. Schon von außen merkt man: Bücher haben einen Charakter. Zwar sollte man – so das Sprichwort – ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen. Doch irgendwie gehört die Optik dazu. 

4. Durch Bibliotheken streifen

Ein Labyrinth aus Regalen, dicht an dicht voller Bücher. Und in jedem Buch wartet eine andere kleine Welt. Büchereien sind ein Ort, an dem man ganze verregnete Nachmittage verbringen kann. Man öffnet hier und da mal ein Exemplar, liest vielleicht ein paar Sätze – und lässt sich überraschen. Die schönsten Bibliotheken haben riesige alte Holzregale, aus denen die Geschichte atmet, manchmal erreicht man die oberen Regale nur mit einem rollbaren Tritt, bei dem man immer etwas skeptisch ist, ob er auch stehen bleibt, wenn man darauf steigt. Videotheken, so es denn noch welche geben sollte, haben stattdessen einen Spiderman-Aufsteller in der Ecke und glänzen mit dem Charme einer Spielhalle. Einzig interessant: Der Vorhang zu den ab 18-Filmen.

5. Bücher waren zuerst da

Die Henne-Ei-Frage stellt sich nicht. Darum: Immer erst das Buch lesen, dann den Film sehen.

6. Mit Büchern lernt man Menschen kennen

Nicht nur fremde Länder und Zeiten lernt man kennen. Auch Charaktere. Lustige, komplizierte, dumme und gruselige. Mehr als man im wirklichen Leben treffen kann (und möchte).

7. Bücher schaffen Wissen

Historienepos, Lyrikband, Fachbuch zum Thema Venustransit – und selbst der viel gescholtene Groschenroman sorgen dafür, dass man nach der Lektüre zumindest nicht dümmer geworden ist. Und Experimentierfreude macht Spaß: Es lohnt sich also, auch mal ein Buch in die Hand zu nehmen, dessen Thema die eigene Komfortzone ein kleines bisschen verlässt. Na gut, das ist bei Filmen auch so, aber in Bücher taucht man fast immer tiefer ein, als in einen Film.

8. Bücher schaffen Sprache

Bücher bereichern die Sprache – selbst wenn wir sie selbst gar nicht gelesen haben, kommen Zitate und Sprüche bei uns an.

9.  Bücher brauchen Zeit

Was nach einem 90-Minuten-Standardlängenfilm schnell komsumiert und vergessen ist, ist beim Lesen, selbst wenn das Buch gierig verschlungen wird, mit Muße genossen.

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