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„Spectre“ : Neuer James Bond-Film: Deutscher Detlef Bothe als Killer

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Der neue „Bond“ steht in den Startlöchern. Neben dem Deutschen Christoph Waltz ist auch Detlef Bothe dabei. Ein Interview.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Braunschweig | Christoph Waltz (59) ist der Schurke im neuen James-Bond-Thriller „Spectre“, der am 26. Oktober Premiere in London feiert – doch neben ihm treibt auch ein weiterer deutschsprachiger Schauspieler dort sein Unwesen: Detlef Bothe (50), gebürtig aus Braunschweig, heute in München lebend. Im Interview verrät Bothe, was einen überzeugenden Bösewicht ausmacht.

<p>Schauspieler Detlef Bothe sitzt in München an einer Mauer. Der gebürtige Braunschweiger wird im neuen James Bond „Spectre“ einen Bösewicht spielen. </p>

Schauspieler Detlef Bothe sitzt in München an einer Mauer. Der gebürtige Braunschweiger wird im neuen James Bond „Spectre“ einen Bösewicht spielen.

Foto: Matthias Balk, dpa
 

Im Trailer zu „Spectre“ sind Sie noch nicht zu sehen. Wen spielen Sie?

Ich spiele einen Iceman, einen Killer. Aber eigentlich darf man nichts sagen. Da gibt es ein achtseitiges Formular, das man unterschreiben muss. Eine ganze Seite beschäftigt sich mit den Konsequenzen, wenn man doch was sagt. Alles ist sehr geheim. Das ist sehr geschickte PR-Arbeit. Die Engländer haben es schon drauf.

Sie spielen in vielen Filmen den Bösewicht. Eine Idee, warum das so ist?

Weil ich das halt gut verkörpern kann. Aber ich spiele ja nicht nur Bösewichte. Von Idioten über Familienväter: Zwischentöne sind da relativ gut vertreten. Aber der Typus des Knallharten kommt schon immer wieder vor. Den kann ich gut spielen. Man muss halt wissen, wie es geht.

Wie denn?

Da kann ich Ihnen drei Tage Schauspielunterricht verpassen, dann wissen Sie es. Das muss man sich erarbeiten. Das sind die Bewegungen, das ist Haltung und die nonverbalen Möglichkeiten. Da kommt einiges zusammen. Jeder hat natürlich Aggressionen und Boshaftigkeit in sich. Dies muss man offen machen und auch in Anschaulichkeit übersetzen. Als Schauspieler arbeitet man diese Seiten aus. Die stehen einem dann im Bestfalle nuanciert zur Verfügung, und ich kann schnell drauf zurückgreifen.

Curd Jürgens, Gert Fröbe oder Klaus Maria Brandauer - immer wieder mimen deutschsprachige Schauspieler den Bösewicht in James-Bond-Filmen. Im aktuellen Bond wird zudem Christoph Waltz zu sehen sein. Warum ist das so?

Keine Ahnung, da müssen Sie die Engländer fragen. Wir Deutschen sind die Nazis, die Bösen, die Irren.

Sie machen selbst Filme. Mussten Sie am Set von James Bond den Regisseur in sich unterdrücken?

Nein. Ich bin ja froh, wenn ich als Schauspieler arbeite. Dann habe ich nur diesen einen Job zu machen. Das ist angenehm, das ist schön. Da hab ich überhaupt kein Interesse, mich einzumischen. Das würde auch gar keinen Sinn machen. Ich mache meinen Job als Schauspieler. Basta.

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