«Tatort»-Ermittler : Nemec und Wachtveitl erzählen von Weihnachten

Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl lesen «Die Weihnachtsgeschichte» nach Charles Dickens.
Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl lesen «Die Weihnachtsgeschichte» nach Charles Dickens.

In der ARD-Krimireihe «Tatort» sind die Schauspieler Wachtveitl und Nemec in München auf Jagd nach Verbrechern. Zu Weihnachten zeigen sie sich von einer anderen Seite: als amüsantes Erzählerduo, das eine weltberühmte Geschichte darbietet.

shz.de von
27. November 2018, 11:30 Uhr

Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, Kommissare in den «Tatort»-Krimis aus München, haben eine Vorliebe fürs Erzählen von Geschichten.

«Meine Oma war eine sehr große Erzählerin. Früher gab es weniger Radio und Fernsehen, da wurde am Tisch gesessen und gesungen oder erzählt, Geschichten von früher», sagte Nemec der Deutschen Presse-Agentur in München. Bei Wachtveitl (60) war es vor allem der Vater, der diese Leidenschaft bei ihm weckte. «Er war ein lustiger Mensch, der einen ganzen Tisch unterhalten konnte. Da habe ich mitbekommen, was für eine Magie das Erzählen hat.»

Ab Donnerstag werden sie selbst zu Erzählern. Mit der musikalisch begleiteten Lesung «Eine Weihnachtsgeschichte» nach Charles Dickens touren sie durch Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz. Erste Station ist Heilbronn. Nemec als Geizhals Scrooge wird vor Weihnachten von drei Geistern heimgesucht und auf eine Reise in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entführt.

Anders als Scrooge schätzt Nemec (64) das Fest. «Für mich ist Weihnachten einfach ein Familienfest mit den Kindern», erklärt er. «Für die Kinder ist es eine Traumwelt.» Seine sechs Jahre alte Tochter höre gern Geschichten aus der Bibel. Er selbst sei zwar aus der Kirche ausgetreten. «Das ist aber kein Grund, um das nicht als Geschichte für sie weiterzutragen. Das ist auch Weihnachten.» Wachtveitl denkt weniger an christliche Inhalte. «Ich finde, die Wintersonnenwende ist eine ganz gute Metapher für sehr vieles», erklärt er. «Man freut sich, dass mehr Licht auf die Welt kommt, auch im ganz realen Sinne.»

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