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Krebsleiden : Musiklegende David Bowie ist tot

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Trauer um David Bowie: Der Hollywood Reporter meldet den Tod des 69-Jährigen. Der Sänger starb an einem Krebsleiden.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 08:16 Uhr

Der Sänger David Bowie ist tot. Er starb laut Medienberichten nach einem 18 Monate dauernden Kampf gegen den Krebs. „Er starb friedlich im Kreise seiner Familie“, heißt es auf der offiziellen Facebookseite des Sängers. Bowie wurde 69 Jahre alt. Der Fernsehsender Sky zitierte am Montag einen Sprecher Bowies, der den Facebook-Eintrag bestätigte.

January 10 2016 - David Bowie died peacefully today surrounded by his family after a courageous 18 month battle with...

Posted by David Bowie on  Sonntag, 10. Januar 2016

Faszinierendes Rock-Chamäleon, rastloser Klangforscher und zuletzt eine Art Phantom der Popmusik: Das sind nur drei der Rollen, die der als David Robert Jones geborene David Bowie in einer fast 50-jährigen Karriere ausgefüllt hat. Nach offizieller Zählung veröffentlichte der am 8. Januar 1947 im Londoner Stadtteil Brixton geborene Sänger, Songschreiber und Gelegenheitsschauspieler 25 Alben - das letzte erst am vorigen Freitag, seinem 69. Geburtstag. Es heißt „Blackstar“ (Schwarzer Stern) und gilt als eines seiner rätselhaftesten, düstersten und auch besten Werke.

„Blackstar“ ist ein abenteuerlicher Hybrid aus wuchtigem Rock und modernem Jazz. Die Platte wurde am Wochenende in Berlin bei der offiziellen deutschen „Release-Party“ in Gänze präsentiert. Rund 140 Millionen Tonträger soll Bowie insgesamt verkauft haben und ist damit auch einer der erfolgreichsten Popstars der vergangenen Jahrzehnte. Mit seiner Musik beeinflusste Bowie ganze Generationen.

 

Das Debütalbum der Musiklegende erschien 1967 – damit schrieb Bowie fast 50 Jahre lang Musikgeschichte und wurde so zur Musiklegende. Der Brite wurde unter anderem mit Hits wie „Space Oddity“, „Heroes“ und „China Girl“ weltbekannt. Musikalisch war Bowie experimentiertfreudig, durchriss gekonnt Genregrenzen zwischen Pop, Jazz, Soul und Glam Rock. Im Laufe seiner Karriere hatte er sich immer wieder komplett neu erfunden. Sein erfolgreiches Alter Ego Ziggy Stardust gab er bereits in den 70er Jahren auf. Bowie spielte stets mit seinem androgynen Image, orientierte sich künstlerisch an der Pop Art des Andy Warhol.

Die 70er waren die kreativste und produktivste Phase in der Karriere Bowies - mit in den USA und später in Berlin aufgenommenen, höchst einflussreichen Platten wie „Station To Station“, „Low“ und „Heroes“, dessen Titelsong der Sänger auch auf Deutsch aufnahm. Allerdings hatte er in dieser Zeit auch lange mit Drogensucht zu kämpfen. In den 80er Jahren wurde der Kritikerliebling mit dem Funk- und Blues-Album „Let's Dance“ endgültig zum Megastar, der weltweit die Stadien füllte. Danach verzettelte sich Bowie in stetig wechselnden Pop-Genres, ehe ein Herzinfarkt beim Konzert im norddeutschen Scheeßel 2003 ihn auch gesundheitlich aus der Bahn warf.

Lange war dann kaum etwas von der Pop-Ikone zu hören, bis der offensichtlich wieder gesunde, nun in New York lebende 66-Jährige 2013 mit dem Comeback „The Next Day“ an frühere Erfolge anknüpfte. Bowie trat zwar nicht mehr live auf, gab keine Interviews, war aber weiterhin musikalisch aktiv - bis zu „Blackstar“, das nun sein Vermächtnis sein dürfte.

 

Bowie war zweimal verheiratet, zuletzt seit 1992 mit dem Model Iman Abdulmajid. Eine Tochter wurde im Jahr 2000 geboren. Aus der ersten Ehe mit Angela Barnett ging der Sohn Duncan Jones hervor, der als Filmregisseur erfolgreich ist. Bowie feierte selbst einige Erfolge beim Film („Der Mann, der vom Himmel fiel“, „Merry Christmas, Mr Lawrence“) und am Theater - dies waren für ihn aber nur Nebenjobs.

Bowies Sohn Duncan Jones schrieb bei Twitter, er sei sehr traurig sagen zu müssen, dass die Todesnachricht wahr sei. Dazu postete er ein altes Bild, auf dem zu sehen ist, wie er als Kleinkind auf Bowies Schultern sitzt.

Die Musikwelt trauert um den Star. In Sozialen Medien drücken zahlreiche Künstler ihre Bewunderung für den Ausnahme-Musiker aus. Auch Großbritanniens Premierminister David Cameron betrauerte den Tod des legendären Sängers: „Ich habe beim Aufwachsen das Popgenie David Bowie gehört und gesehen. Er war ein Meister der Neuerfindung, der es immer wieder richtig getroffen hat. Ein riesiger Verlust.“ 

Auch zahlreiche Fans betrauern ihren Star bei Twitter.

 

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