Monet aus der Pappschachtel in Kölner Museum präsentiert

Monets 'Frühlingsstimmung'  Foto: dpa
Monets "Frühlingsstimmung" Foto: dpa

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19. Januar 2011, 11:31 Uhr

Köln | In einer Pappschachtel auf dem Speicher hat eine Frau jahrzehntelang ein großformatiges Gemälde von Claude Monet aufbewahrt. Aus Angst vor Dieben hängte sie das Werk im Wert von vielen Millionen Euro niemals auf. Schließlich schenkte sie es dem Wallraf-Richartz-Museum in Köln, allerdings mit der Auf lage, dass es erst nach ihrem Tod ausgestellt werden dürfe. Mittlerweile ist die alte Dame ge storben, so dass das Museum das Bild gestern der Öffentlichkeit vorstellen konnte.

Das in Violett- und Grautönen gehaltene Bild "Frühlings stimmung bei Vétheuil" von 1880 zeigt einen blühenden Pflaumenbaum im Seine-Tal. "Das Besondere an diesem Bild ist, dass man daran sieht, dass die Impressionisten nicht nur Schönwettermaler waren, sondern auch einen trüben Frühlingstag für ein schönes Bild nutzen konnten", erläuterte der Kurator Götz Czymmek. Zum Wert des Ge mäldes machte Direktor Andreas Blühm keine Angaben, allerdings nannte er es "den kostbarsten Neuzugang der vergangenen Jahre". An der Echtheit des Gemäldes gebe es keinen Zweifel.

Mit der Präsentation startet

das Museum sein Jubiläumsjahr "150 Jahre Wallraf", für das mehrere Ausstellungen geplant sind, bei denen die Besucher auch hinter die Kulissen des Museums schauen sollen. So können sie abstimmen, welches Werk aus dem Depot in die Dauerausstellung übernommen werden soll.

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