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Archäologie : Mexiko erhält gestohlene Kulturgüter zurück

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Mexiko hat archäologische Fundstücke zurückerhalten, die ein deutscher Kunstschmuggler illegal außer Landes gebracht hatte.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 16:33 Uhr

Bei den Artefakten, die vom Lowe-Museum der Universität Miami übergeben wurden, handele es sich um imposante Steinmetzarbeiten aus verschiedenen Epochen, teilte das Nationale Institut für Geschichte und Anthropologie (INAH) am Donnerstag mit.

Darunter ist demnach ein Schlangenkopf aus der Spätklassik zwischen 900 und 1200 nach Christus. Ein Relief aus Basalt zeigt den Regengott Tláloc und wird von den Experten auf die Zeit zwischen 200 und 900 nach Christus datiert. Das älteste Stück ist sogar über 2000 Jahre alt. Die fast eineinhalb Meter hohe Stele zeigt einen Adeligen oder einen Priester und stammt von der mexikanischen Golfküste.

Die Kulturgüter seien von dem aus Costa Rica stammenden Leonardo Augustus Patterson außer Landes geschafft worden, hieß es in der Mitteilung weiter. Der Mann, der inzwischen deutscher Staatsbürger ist, wurde im März wegen Kunstschmuggels in Spanien festgenommen.

In Deutschland war 2008 eine Sammlung mit mehr als 100 Stücken beschlagnahmt worden, die Patterson aus Guatemala gestohlen haben soll. Mexiko hatte bereits 2011 eine Reihe von Artefakten aus Pattersons Besitz zurückerhalten, die am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt worden waren.

Der frühere Diplomat sei immer wieder in den Schmuggel von Kunstwerken und archäologischen Fundstücken aus Lateinamerika verwickelt gewesen, berichtete die Zeitung «El Universal». Zudem soll er mehrfach versucht haben, gefälschte Kunstgegenstände zu verkaufen.

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