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Trauerfeier : Mehrere Hundert Menschen nehmen Abschied von Marcel Reich-Ranicki

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Rund 200 Trauergäste haben auf dem Frankfurter Hauptfriedhof Abschied von dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki genommen. Auch Bundespräsident Joachim Gauck befand sich unter den Trauergästen.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 15:49 Uhr

Rund 200 Trauergäste haben auf dem Frankfurter Hauptfriedhof Abschied von dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki genommen. An der Feier am Donnerstagnachmittag nahm auch Bundespräsident Joachim Gauck teil. Die Rednerliste reichte von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bis zu TV-Entertainer Thomas Gottschalk. Der „Literaturpapst“ Reich-Ranicki war vergangene Woche im Alter von 93 Jahren in Frankfurt gestorben.

Beigesetzt wird Reich-Ranicki erst in einigen Wochen. Wie auch seine Frau Teofila, die 2011 starb, hat sich der Literaturkritiker eine Feuerbestattung gewünscht. Die Urnenbeisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden. Im Oktober ist in der Paulskirche eine öffentliche Gedenkfeier geplant.

Der scharfzüngige Reich-Ranicki, der in Polen als Sohn einer jüdischen Familie geboren wurde, wuchs in Berlin auf. Zusammen mit seiner Frau überlebte er das Warschauer Ghetto und kehrte 1958 nach Deutschland zurück. Das Paar hat einen Sohn, der als Mathe-Professor im schottischen Edinburgh lebt. Einem Millionenpublikum wurde der Kritiker mit der ZDF-Sendung „Das Literarische Quartett“ bekannt.

1999 veröffentlichte er seine Autobiografie „Mein Leben“.

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