Werbung für „Rebel Heart“ : Madonna wegen Fotomontagen in der Kritik

Madonna verbreitet Fotomontagen von berühmten Persönlichkeiten mit schwarzen Fesseln im Gesicht, um ihr Album zu bewerben. Kritiker finden das geschmacklos.

shz.de von
05. Januar 2015, 07:36 Uhr

Es ist lange her, dass Madonna mit ihren Auftritten noch wirklich provozieren konnte. Auseinandersetzung mit Religion und Pornografie waren ihre Themen im vergangenen Jahrtausend. Doch Blasphemie und Freizügigkeit reichen mittlerweile kaum noch für einen ordentlichen Skandal. Jetzt hat die amerikanische Popdiva aber mit Fotomontagen von Martin Luther King, Nelson Mandela und Bob Marley einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Fans beschimpften die 56 Jahre alte Sängerin am Wochenende als „respektlos“ und warfen ihr rassistische Tendenzen vor.

Manche kritisierten, sie habe Bilder der drei schwarzen Ikonen mit Fesseln im Gesicht zur Werbung für ihr neues Album „Rebel Heart“ genutzt. Sie selbst ist auf dem Cover des Albums verschnürt zu sehen. 

Madonna entschuldigte sich offiziell, unter anderem via Facebook, gab aber anderen die Schuld. Nicht von ihr stammten die Montagen, sondern von ihrer Fangemeinde. Sie habe die Bilder nur aufgegriffen und über den Online-Bilderdienst Instagram verbreitet. „Ich behaupte nicht, dass ich wie sie bin“, sagte sie unter Bezug auf die Menschenrechtskämpfer King und Mandela. „Alles, was ich sage ist, dass sie auch Rebel Hearts sind“. Sie sei froh, wenn sie eines Tages auch nur ein Prozent dessen erreiche, was jene im Leben bewerkstelligt hätten.

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Statt die Montagen zurückzuziehen, verbreitete das „Material Girl“ in der Nacht zum Sonntag immer mehr Bilder von Prominenten mit „rebellischem Herzen“ und bandagierten Köpfen. Ihr letzter Eintrag bei Facebook zeigt ein Foto von Prinzessin Diana, verschnürt und mit den Worten „Rebel Heart“ auf den Hals gekritzelt. Darunter schreibt Madonna: „Ja, Prinzessin Diana war auch ein ,Rebel Heart'! Jeder, der für die Freiheit kämpft, ist ein ,Rebel Heart'“.

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Ihr neues Album soll am 10. März in den Handel kommen. Allerdings sind einige Songs bereits im Umlauf, nachdem Hacker sich Zugang verschafft und die Lieder ins Internet gestellt hatten.

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