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Ausstellungen : «Made in Oceania»: Ausstellung stellt Stoff Tapa vor

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Tapa - Da denkt der Europäer an spanische Vorspeisen. Im Pazifischen Raum dagegen versteht man unter Tapa einen aus Baumrinde hergestellten Stoff. Er spielt in der gesamten Südsee-Kultur eine wichtige Rolle.

Das zeigt jetzt die erste große Tapa-Ausstellung «in der gesamten nördlichen Hemisphäre», wie die Veranstalter es ohne falsche Angst vor Superlativen formulieren. Sie läuft von diesem Samstag an bis zum 27. April nächsten Jahres im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln.

Tapa wird von den Pazifik-Völkern auf vielfältigste Weise verwendet. Auf Hawaii macht man Kleidung daraus, in Papua-Neuguinea Ritualmasken. Auf den Fidschi-Inseln verwendet man große Tapa-Bahnen als Raumteiler. In Samoa sind Tapa als Hochzeitsgeschenk gefragt, und bei Krönungszeremonien in Tonga wurden sie wie ein roter Teppich ausgerollt. «Man wird auf Tapa geboren und darin begraben», sagte Ausstellungskurator Oliver Lueb am Donnerstag.

Die Schau mit dem Titel «Made in Oceania» zeigt insgesamt 250 Kunstwerke. Viele davon stammen aus Neuseeland und Australien und sind zum ersten Mal in Europa zu sehen. Die ältesten Objekte wurden im 18. Jahrhundert von Kapitän James Cook auf seinen Entdeckungsreisen durch den Pazifik gesammelt. Nach seinem gewaltsamen Tod auf Hawaii 1779 sollen sogar Teile seiner Gebeine in Tapa eingewickelt worden sein.

Das Rautenstrauch-Joest-Museum ist das einzige ethnologische Museum in Nordrhein-Westfalen. Es wurde 2010 in einem neuen Gebäude wiedereröffnet und im vergangenen Jahr mit dem Museumspreis des Europarates ausgezeichnet.

Website der Ausstellung

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erstellt am 10.Okt.2013 | 14:07 Uhr

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